Di
17
Nov
2009
ERKELENZ (ubg) Der kleine Saal im Obergeschoss des alten Rathauses platzte am Sonntag förmlich aus allen Nähten.
An die 200 Besucher strömten gegen Abend herein, um dem traditionellen Jahreskonzert des Aker Wirth Werkschors "Glückauf" zu lauschen. Schon um kurz vor sechs waren alle Karten ausvekauft. "Wir
mussten sogar noch Stühle dazustellen", sagte Herbert Keller, der Kassenwart an diesem Abend.
Als Unterstützung hatte der Werkschor für diesen besonderen Anläss den Pianisten Frank Scholzen und die Sopranistin Cordula Kautzner eingeladen.
Im Wechsel mit ihr trugen die 32 Männer Stücke aus Klassik, Oper und Operette vor.
Mit kräftigen Stimmen sang der Werkschor über liebe Mädchen und böse Weiber, wie es in Haydns Stücken so schön heißt. Anschließend trat Cordula Kautzner vor den Notenständer. Auch in ihren
Liedern drehte sich alles um die Liebe. "Denn was, ist schöner, als in der kalten Jahreszeit über die Liebe zu reden?" fragte die Sopranistin mit einem Lächeln und gab gleich , darauf die
Antwort: "Über die liebe zu singen."
Und so stimmte sie getreu diesem Motto das Stück "Meine Lippen, sie küssen so heiß" aus der Operette Giuditta von Franz Lehar an. Mit verführerischen Blicken, wilden Gesten und
herzzerreißender Mimik begeisterte sie das Publikum.
Das dankte für die Darbietung mit langanhaltendem Beifall.
Aber, aber meine Herren, jetzt nicht gemütlich zurücklehnen", mahnte Dirigentin Alexandra Hillebrands den Männerchor, der bereits Platz genommen hatte. Schließlich sollten sie noch einen
letzten Walzer anstimmen. Fröhlich summten die Zuschauer dazu und begannen im Takt der Melodie zu schunkeln. So munter beschwingt wurden die Gäste nach gut eineinhalb Stunden Programm
verabschiedet. Am Ende war man sich einig: "Die Vorstellung ist wieder einmal gelungen." Der Erlös des Konzertes kommt dem Erkelenzer Hospiz Erkelenz zugute.
(Rheinische Post 17.11.2009)