Ernste Worte zum Geburtstag

ERKELENZ Zu einem Festakt hatte der Stadtmusikbund eingeladen, um "festliche Kleidung" wurde in der Einladung gebeten. Diesem Wunsch kamen die Gäste zweifellos nach. Nur: Es waren nicht allzu viele Gäste, einige Stuhlreihen in der Werkskantine der Firma Aker-Wirth blieben unbesetzt. Es war ein Abend, der irgendwie sinnbildlich ist für das zehnjährige Bestehen des Stadtmusikbundes, das es zu feiern galt. Denn so sehr sich das Geburtstagskind in den vergangenen Jahren bemühte: Die Kinderkrankheiten ist es noch nicht los geworden, obwohl durchaus eine gute Entwicklung zu erkennen ist.

 

"Wir haben nichts zu bejubeln"

Anerkennen muss man dabei, dass der Stadtmusikbund keiner ist, der seine Schwierigkeiten schönredet oder gar verschweigt. Von einem "Jubelfest" wollte die Vorsitzende Karin Heinze in ihrer Ansprache ausdrücklich nicht sprechen. "Wir haben nichts zu bejubeln. Dies ist vielmehr ein Augenblick der Besinnung, ein Tag der Erinnerung an dem, wie ich gestehen muss, recht mühsamen Beginn unserer Arbeit", sagte Heinze, die auch Gründungsmitglied ist.

Im Juni 2006 hatte der Stadtmusikbund kurz vor der Auflösung gestanden. Der ehemalige Vorsitzende Theo Clemens und weitere Vorstandsmitglieder legten ihre Ämter nieder. Zu groß waren Enttäuschung und Frust - vor allem über die geringe Resonanz der Vereine. Von 65 musiktreibenden Vereinen in der Stadt waren nur 25 Mitglied. Doch der Antrag auf Auflösung wurde in einer außergewöhnlichen Mitgliederversammlung abgelehnt. Der Wunsch nach einer Dachorganisation, die die Interessen bündelt, war also noch vorhanden, allein der Wille zum Engagement wurde weniger.

Im März 2007 formierte sich der neue Vorstand. Einige Ideen wurden umgesetzt (besonders zu erwähnen sind die organisierten Konzerte wie zur Stadthallen-Eröffnung oder die Benefizkonzerte für die Lebenshilfe und den Kinderhospizverein). Doch die Anzahl der Mitgliedsvereine hat sich nicht merklich verändert: Bei der Versammlung im Mai war von 20 Vereinen die Rede, auf der neu gestalteten Homepage sind derzeit 21 aufgelistet.

Dennoch: Bei den neu formulierten Zielen könnte der Stadtmusikbund den Kinderschuhen entwachsen. Gespräche mit der Kultur GmbH, wie die Stadthalle Erkelenz genutzt werden kann, hat er unter anderem aufgenommen, wie der stellvertretende Vorsitzende Gerd Quedenbaum in seiner Festrede sagte - und die dürften im Interesse vieler Vereine sein.

Musik gehörte beim Festabend des Stadtmusikbundes ebenfalls dazu.

Der Werkschor "Glückauf" und der Folklorechor Rjabinuschka umrahmten die Reden, anschliesend gaben Schüler des Musikateliers Paczyna ein Klavierkonzert.

Rheinische Post (24.11.2009)

 

Info Internet-Auftritt

 

Seit einigen Monaten hat der Stadtmusikbund Erkelenz eine neu gestaltete Internet-Seite. Unter www.stadtmusikbund-erkelenz.de sind eine Terminübersicht sowie Berichterstattungen über Konzerte zu finden.

Außerdem können dort Pressemitteilungen eingesehen und Newsletter heruntergeladen werden.

 

Link zur Fotogalerie.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Gerd Quedenbaum (Dienstag, 08 Dezember 2009 09:55)

    Richtigstellung:
    In der Stadt Erkelenz gibt es nicht 65, sondern "nur" 25 den Gesang und die Musik pflegende Vereine. Vier dieser Vereine sind nicht Mitglied im Stadtmusikbund, weil sie in anderen dominierenden Verbindungen erfaßt sind. Mit seinen 21 Mitgliedern vertritt der Stadtmusikbund also die gesamte Szenerie der singenden und musizierenden Laiengruppen in Erkelenz. -

              www.erkelenz.de
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