Weihnachtliche Klänge von 100-köpfigem Projektchor

ERKELENZ Die Bühne auf dem Nikolausmarkt ist hell erleuchtet und mit roten Schleifen dekoriert. Auf ihr steht ein Projektchor des Stadtmusikbundes Erkelenz, der sich für das alljährliche Adventssingen aus verschiedenen Männerchören zusammenschließt.

"Dieses Jahr sind die Rather Dorfspatzen, der Aker-Wirth-Werkschor, die Liedertafel Holzweiler und der Sängerbund Cäcilia Kückhoven daran beteiligt", kündigt der stellvertretende Vorsitzende des Stadtmusikbundes, Gerd Quedenbaum, den Zuschauern an. Gemeinsam stimmt der 100-köpfige Chor "O du gnadenreiche Zeit", eine Vertonung von Joseph von Eichendorffs "Weihnachten", an.

Das Markt und Straßen verlassen steh'n, wie im Lied besungen wird, kann man jedoch nicht vom Erklenzer Marktplatz behaupten. In Scharen umringen die Besucher die Bühne. Und es werden immer mehr. Einige zufällig vorbeikommende Passanten bleiben beim Klang der altbekannten Weihnachtsmelodien stehen und beginnen im Takt der Musik mitzuwippen. Selbst ein kurzzeitiger Stromausfall kann die gute Stimmung der Erkelenzer nicht trüben. Schließlich ist Weihnachten ein Fest der Besinnung, und so nehmen alle getreu diesem Motto das Warten aus Strom mit Humor. "Wir sind eben ein Projektchor mit Hindernissen", entschuldigt sich der Dirigent und Leiter Helmut Misgaiski den kleinen Zwischenfall. Mit neuen Sicherung kann es am Samstagnachmittag dann im adventlichen Musikprogramm weitergehen. "Bei den nächsten Liedern darf mitgesungen werden", forderte Misgaiski das Publikum auf. Zunächst summen einige "Süßer die Glocken nie klingen" verhalten mit. Doch spätestens bei "O du Fröhliche" stimmt jeder ein, und so mischen sich Frauen und Kinderstimmen unter den Männergesang. "Das war wunderschön", lobt der Dirigent.

Mit einem Lied in Erkelenzer Mundart verabschiedet sich der Chor von seinen Zuhörern.

(Rheinische Post 7.12.09)

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Kommentare: 1
  • #1

    Gerd Quedenbaum (Dienstag, 08 Dezember 2009 09:47)

    Ohne Frage, das Konzert war ein Erfolg. Aber der Erfolg war einzig und allein zurückzuführen auf die Geduld der Sängr u n d des Publikums, auf die konzentrierte Arbeit des Chores und die stimmungsvolle Anwesenheit so vieler Zuhörer, wie bei keiner der früheren Veranstaltungen dieser Art. Ganz besondere Anerkennung verdient an dieser Stelle der Chorleitzer, Helmut Misgaiski aus Rath-Anhoven. Er hat hervorragende Arbeit geleistet be der Programmgestaltung, bei der Einstudierung, bei der künstlerischen Leitung und nicht zuletzt bei dem Auftritt. Herr Misgaiski hat mit seinen Kommentaren vor den Liedstücken eine eigene, verbindende Stimmung geschaffen zwischen Publikum und Chor.
    Und das - obwohl die Organisation der Veranstaltung überhaupt nicht funktioniert hat.
    Der Stadtmusikbund wurde vorgeführt. Die Unzulänglichkeiten der Organisation wurden auf dem Rücken des Projektchores ausgetragen.
    Zunächst ist festzustellen, daß der Projektchor des Stadtmusikbundes (SMB) in den relevanten Veröffentlichungen der Veranstalter nicht berücksichtigt wurde. Entsprechende Presemitteilungen hat der SMB selbst herausgegeben.
    Das Theater begann schon damit, daß wegen der Terminschwierigkeiten eines Trompeters der Auftritt des Projektchores von 16.15 h auf 17.15 h verschoben wurde. Dabei war den Verantwortlichen (nicht dem SMB) bekannt, daß von 17.15 h bis 18 h in der nebenstehenden Kirche eine Messe stattfinden sollte. - Analog wurde von dem SMB mündlich und schriftlich gebeten, man möge dem Chor das alte Rathaus ab 16 h zum Einsingen zur Verfügung stellen. Das wurde auch zugesagt. Tatsächlich aber mußte der Beauftragte des SMB etwa eine halbe Stunde umher rennen, um überhaupt jemanden zu finden, der aufschließen konnte. Der Schlüssel war dem Verantwortlichen des Gewerberinges an Hand gegeben worden, der aber hatte ihn in andere, nicht näher bezeichnete, aber desinformierte Hände weitergegeben.
    Die Sänger Sänger mußten bei dem nicht gerade einladenden Wetter über eine halbe Stunde vor der Rathaustür warten. Als sie schließlich eingelassen wurden, stand ihnen lediglich das enge und kalte Treppenhaus zur Verfügung. Das Einsingen dort erwies sich primitiver Behelf. Es war viel zu eng, de Chor konnte sich nicht ordentlich formieren, Stühle standen nicht zur Verfügung, Stromanschlüsse mußten erst gesucht werden und Kabel waren nicht gleich zur Hand. Weil der Verantwortliche des Gewerberinges plötzlich darauf bestand, der Projektchor dürfe nicht vor Ende der Messe auftreten, mußte schließlich mit dem Pfarrer direkt verhandelt werden. Der schließlich erklärte sich entgegenkommenderweise bereit, das Singen ab 17.30 h zuzulassen. Länger aber hätte man den Chor auch nicht warten lassen können. Nicht genug damit.
    Mündlich und schriftlich war gebeten worden, für den Chor eine ausreichend große Tribüne (für etwa 100 Sänger) mit dreiseitigem Windschutz zur Verfügung zu stellen und dazu fünf Mikrofone. Die Tribüne erwies sich als viel zu klein (die Sänger standen dort zusammengepfercht wie in einer Sprottenkiste). Die Mikrofone konnten wegen der Enge nur bedingt eingesetzt werden. Der Zugang zur Bühne erwies sich als lebensgefährlich. Die letzte Stufe von der Treppe nach oben war doppelt so hoch als die übrigen Stufen. Mehrere Sänger sind gestürtzt (glücklicher- weise ohne Schaden zu nehmen). Gleich nach dem ersten Lied fiel die Stromversorgung aus. Eine Sicherung war defekt, Ersatz fand sich nicht, so daß die Techniker zu einem an sich unzulässigen Hilfsmittel greifen mußten. Erst nach einer halben Stunde konnte das Konzert dann ungestört fortgesetzt werden.
    Der Erfolg des Konzerts ist dem Projektchor des Stadtmusikbundes zuzuschreiben, nicht den
    verantwortlichen Akteuren der Stadt und des Gewerberinges.

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