Familiär, harmonisch und ein bisschen Udo Jürgens

Erkelenz. Als die vereinten Trommler und Bläser der Stadt zum Ausklang eines langen Nachmittags gemeinsam «In Harmonie vereint» spielten, ging ein sehr unterschiedlich gestaltetes Musikerlebnis in der Stadthalle zu Ende.

Es war ein spätsommerliches Musikvergnügen, wie die Verantwortlichen des Stadtmusikbundes um Karin Heinze das Programm genannt hatten, das für jeden Besucher die besonders geliebte Musik bot. Es wurde zu einem Familienfest, Jung und Alt, Verwandte und Bekannte hatten sich eingefunden, um zu feiern.

 

Auch kulinarisch einiges geboten

 

Und da die Organisation in drei Blöcken sehr unterschiedliche Musikrichtungen und Präsentationen bot, konnte man sich die Lieblingsform entsprechend aussuchen. Beim Eingang in den Hallensaal durch das Foyer kitzelte schon manchem Gaumenfreude in der Nase, denn groß und auch unterschiedlich war die Palette der Kuchen-, Torten- und deftigeren Angebote. Auch die Getränke waren nicht vergessen und so nutzen zahlreiche Besucher die Gelegenheit, mit Bekannten eine Vesper zu halten und ein wenig zu plaudern - familiär und in Harmonie eben.

 

Stürmisch, speziell von Eltern und Großeltern gefeiert war gleich der Auftakt des Musikvergnügens, denn der Kinderchor der Kindertagesstätte der Johanniter, unter der Leitung von Nadeshda Reder, war der richtige Türöffner.

 

Die Gospel Voices aus Holzweiler mit Klaus Hurtz setzten dann den Kontrapunkt, während der Folklorechor Rjabinuschka, ebenfalls von Nadeshda Reder geleitet, ihre Art des Singens präsentierten. Der verstärkte Städtische hatte neben bekannten typischen Männerchören auch Udo Jürgens im Angebot.

 

Im zweiten Teil zeigten die Kreismusikschule und das Musikatelier Pazcyna, das Erkelenzer Brass Ensemble, die Gesangsgruppe LeColisee unter der Leitung von Dr. Thomas Kalisch, wie vielfältig Musik ist und im dritten Abschnitt begann das Jugendblasorchester des Städtischen Musikvereins unter der Stabführung von Karl-Heinz Wawrzinek.

 

Selbst junge Musikanten bei den Trommlern und Pfeifern beherrschten bereits durchaus ihre Instrumente. Sie waren auch Teil der urdeutschen Musik, die besonders im ländlichen Raum noch immer gepflegt wird, heute bei keinem Schützenfest fehlen darf und früher in die Schlacht begleiteten.

 

Die Vielfältigkeit, die gestellte Aufgabe zu erfüllen, bewiesen die Mitglieder der Chöre und Corps, die Vokal- und Instrumentalsolisten einmal mehr. Und das lässt für die Zukunft hoffen.

(Heinsberger Zeitung vom 27. Sep, 2010)

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