Musikalische Weltreise

rp-foto: jurgen laaser
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ERKELENZ "In 80 Minuten um die Welt" lautete der Titel des Frühjahrskonzerts des Städtischen Musikvereins Erkelenz. Den größten Teil der Reise bestritt das Sinfonische Blasorchester unter Leitung Jan van Hultens - und spielte sehr präzise.

In Europa startete der Musikverein seine kurzweilige Reise uu den Erdball. Von Israel aus traten die Musiker dann wieder die Heimreise an.

VON CELINE COUSON

In 80 Minuten musikalisch die Welt zu umrunden, war das Motto beim Frühjahrskonzert des städtischen Musikvereins Erkelenz. Nicht nur die geografischen Abstände zwischen den Kompositionen der verschiedenen Kontinente waren sehr groß, vor allem die Altersspanne der Musiker war traditionell wieder beachtlich.

Im Vorprogramm angesiedelt zeigten die Jüngsten des Musikvereins in der Bläserklasse von Eckhard Klotz, was sie in der Anfangszeit ihres Instrumentalunterrichts gelernt hatten. Die später folgende "Juniorband", der Nachwuchs für das Sinfonische Blasorchester, zeigte besonders im afrikanischen Werk "Serengeti" von John Higgins, wie viel Spielfreude in ihr steckt.

Den größten Teil der musikalischen Reise bestritt das Sinfonische Blasorchester unter der Leitung von

Jan van Hulten. In Europa beginnend entführte das Orchester das Publikum mit dem schwungvollen "Slawischen Tanz" von Antonin Dvorak oder dem facettenreichen spanischen Werk "Tapas de Cocina" von Kees Vlak in fremde Länder und Stimmungen. Der langsame Teil des spanischen Werks, der Satz "Jota(Cancion)", regte mit seinem melodischen Saxophonsolo (souverän von Lisa Häring gespielt) zum Träumen an.

 

Schwingend wie eine Radtour

Wieder heiterer wurde die Reise beim Besuch der Niederlande. Schwingend wie eine Radtour auf einem Hollandrad durch Tulpenfelder unterhielten die Melodien von "The happy Cyclist" (Ted Huggens). Der Dialog zwischen dem Orches­ter und einer Fahrradklingel machte das blechlastige Stück zu einem äußerst amüsanten Werk. Seine technischen Qualitäten bewies der

Städtische Musikverein im irischen Werk "Lord Tullamore" von Carl Wittrock. Schnelle Holzbläserläufe spielten die Musiker absolut synchron und präzise, gestützt vom tie-fen Blech, wobei alle ihr Lungenvolumen demonstrieren konnten.

Neben dem gut aufgelegten Blas­orchester fiel vor allem Dirigent Jan van Hulten auf. Mit seinem kräftigen, das Orchester führenden Dirigat formte er durchgehend ein angenehmen Klang, der in den letzten Stücken auch noch durch Gesang ergänzt wurde.

 

Glanz der 20er Jahre

In einem typischen Broadway-Klassiker, Gershwins "Strive up the Band", präsentierte Sängerin Karin Brock ihre Stimme von ihrer besten Seite und führte das Publikum in den Glanz der 20er Jahre. Der Musikverein, der trotz der großen Konkurrenz des Eurovision Song Contests das Atrium des Cusanus Gynasiums bis auf den letzten Platz füllte, trat nach dem letzten "Reisestück", einem jüdischen Tanz aus Israel, wieder die Heimreise an. Die Musiker spielten einen alten Klassiker aus ihrem Repertoire, das Medley aus "The Comedian Harmonists", und wurden mit reichlich Applaus entlohnt.

(Rheinische Post 17. Mai 2011)

 

INFO

Erkelenzer Musikverein

Stammorchester Das Repertoire des Stammorchesters umfasst sämtliche Stilrichtungen: unter anderem Klassik, Jazz, Rock, Pop, Musicals und Filmmelodien.

Mitglieder Das Stammorchester besteht zurzeit aus über 50 Aktiven. Deren Durchschnittsalter liegt bei rund 30 Jahren.

Dirigent Seit August 2010 leitet Jan van Hulten das Orchester.

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