Preis – Musik verbindet Völker

Foto: Günter Passage
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Erkelenz (RP). Der Erkelenzer Verein „Pro Musica“ gewinnt den Preis der Sparkassen-Stiftung. Zum zehnten Mal hat diesen eine Jury vergeben. Diesmal soll damit die Musik in Verbindung mit dem Austausch junger Menschen gefördert werden, entschied jetzt die Jury des Stiftungspreises.

Der im Jahr 2002 gegründete Verein „Pro Musica“ hat die Völkerverständigung nicht nur fest in seiner Satzung verankert, zahlreiche Projekte beweisen auch, dass dieser Gedanke intensiv gelebt wird. Der Slogan "Musik verbindet" wird durch den Verein mit internationaler Begegnung verfolgt – "das ist vorbildlich", befand die Jury und vergab den Begegnungspreis der Sparkassen-Stiftung zur Förderung der Völkerverständigung in diesem Jahr nach Erkelenz.

 

"Die Leistungen dieses Vereins, der ein Zusammenschluss engagierter Eltern und Musikschüler aus dem Kreis Heinsberg ist, stehen für mich stellvertretend auch für die der zahlreichen Musikgruppen und -vereine, die in unserem Kreis aktiv für Völkerverständigung eintreten", sagte nach der Jurysitzung Sparkassendirektor Thomas Pennartz, der Vorsitzende des Stiftungsvorstands.

 

Zum zehnten Mal wird der Stiftungspreis vergeben. Er ist mit 5000 Euro dotiert. Die Jury besteht aus Mitgliedern des Kuratoriums und des Vorstands der Stiftung sowie Redakteuren der hiesigen Presse. Die Preisverleihung wird zu Beginn des nächsten Jahres sein.

 

Den Schwerpunkt der Aktivitäten setzt "Pro Musica" bei den Jugendaustauschprojekten auf Kontakte zwischen Polen und Deutschland, bei denen neben dem gemeinsamen Musizieren ausreichend Zeit bleibt für Begegnung. Viele Konzerte in Erkelenz hat es schon gegeben – weitere sind geplant, denn durch Bemühungen der Lehrer Horst Couson (Cusanus-Gymnasium) und Josef Paczyna (Cornelius-Burgh-Gymnasium) ist es gelungen, ein gemeinsames Projekt dieser Schulen mit dem Verein "Pro Musica" auf breiter europäischer Ebene zu starten (RP berichtete).

 

Neben dem Orchester der Ryszard Bukowski Schule Wroclaw und neun Pianisten aus der Klasse von Josef Paczyna an der Kreismusikschule Heinsberg nehmen daran die Schule Kunsthumaniora Antwerpen aus Belgien, die Vasaskolan Gävle aus Schweden und die "Mr. P.C.-Big-Band" der beiden Erkelenzer Gymnasien teil. Das Projekt wurde mit einer Rundreise des polnischen Orchesters und der Klaviersolisten aus Erkelenz vor zwei Wochen erfolgreich eröffnet. Es sind mehrere gegenseitige Besuche der 150 Musiker bis 2013 geplant.

 

Zusätzlich entsteht in den nächsten zwei Jahren eine gemeinsame Komposition der Teilnehmer, die Motive aus den Nationalhymnen oder aus Volksliedern enthalten und im März 2013 unter dem Titel "Europäische Suite" in Erkelenz uraufgeführt werden soll. "Der Gedanke von Musik als Basis für Begegnung und Völkerverständigung hat die Jury schließlich dazu veranlasst, ,Pro Musica’ als verdienten Preisträger auszuzeichnen", erklärte Thomas Pennartz.

(von ANDREAS SPEEN aus Rheinische Post vom 26. Nov. 2011)

 

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