Rettung anschaulich vermittelt

Mitglieder des Technischen Hilfswerks demonstrierten auf dem Franziskanerplatz den Bau einer Behelfsbrücke im Rahmen der Benefizaktion, die der Stadtrnusikbund organisiert hatte.                   RP-FOTO: JÜRGEN LAASER
Mitglieder des Technischen Hilfswerks demonstrierten auf dem Franziskanerplatz den Bau einer Behelfsbrücke im Rahmen der Benefizaktion, die der Stadtrnusikbund organisiert hatte. RP-FOTO: JÜRGEN LAASER

ERKELENZ Welche Technik setzen die Helfer bei ihren Einsatzen ein? Wie funktionieren Rettungswagen? Rotes Kreuz und Technisches Hilfswerk informierten auf dem Franziskanerplatz auf Einladung des Stadtmusikbundes über ihre Arbeit. Der Erlös des Benefizkonzerts kommt den Organisationen zugute. VON CARSTEN PREIS

(aus Rheinische Post vom 23.4.2012)

ERKELENZ Hautnah konnten Besu­cher den Fuhrpark des Technischen Hilfswerks Erkelenz (THW) auf dem Franziskanerplatz erleben.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Ortsverein Holzweiler erläuterte die Funktionen von Rettungs- und Krankentransportwagen.

Einen Präsentationsnachmittag für beide Organisationen und ein Benefizkonzert hatte der Stadtmusikbund Erkelenz organisiert.

Mit der Aktion will der Bund auf soziales Engagement aufmerksam machen und es belohnen. "Das hier ist eine Schaufeltrage. Die wird vor allem bei Wirbelsäulenverletzungen verwendet", erklart Kevin Steffens. In den Händen hat er einen metallischen Rahmen, der in der Mitte zusammengesteckt werden kann. Vom Kopf und von den Beinen her kann man Verletzten den sozusagen unterschieben. So wird er möglichst wenig bewegt. Viele Fragen gibt es für den 18-Jährigen in diesem Nachmittag zu beantworten. Wie desinfiziert man den Krankenwagen? Wo liegen die Unterschiede zwischen Rettungs- und Krankentransportwagen?

 

Mas macht der Sohn so beim DRK?

Fragende sind gerade die eigenen Familienmitglieder. Mutter Iris will genau wissen, was der Sohn so alles seit zwei Jahren beim Ortsverein-Holzweiler gelernt hat. Im Rettungswagen nebenan wartet Rettungsassistent Frank Bauer aus Ratheim auf Besucher. Bauer erklärt die Funktionen des Analysegeräts, den Defibrillator, das Sauerstoffbeatmungsmodul, öffnet Schubladen und erklärt die Arbeitsweise mit dem 16 bis 20 Kilo schweren Notfallrucksack. Wie laufen Einsatze ab und wie geht man mit so einem spannenden aber auch fordernden Job um? All das erfahren Neugierige aus erster Hand. "Das Wichtigste ist, die Situationen nicht mit nach Hausezunehmen", sagt der 41-Jährige. Was passiert ist, wird mit Kollegen im Rettungsdienst besprochen.

Die Idee des Stadtmusikbundes, Brücken zum Interesse der Besu­cher zu schlagen, nahm der Ortsverband Erkelenz des THW wörtlich. Aus schweren Holzbalken und einem komplexen Seilsystem erstellten die Mitglieder in einer De­monstration einen behelfsmäßigen Hängesteg. Über solche Konstrukte konnten im Notfall schnell Flüsse und andere Gewässer überquert werden, erläuterte Heinz-Willi Aretz, Leiter des Erkelenzer Verbandsstabes. Womit die technischen Helfer Infrastruktur herstellen, Logistik übernehmen oder bei Rettungen verschiedener Art zur Seite stehen, konnten Besucher ausführlich an einem Hänger mit Flutlichtmast, den Wagen der Bergungstruppen und vielen weiteren Geräten des THW erfahren. Leider hielt das Schauerwetter das Publikumsinteresse in Grenzen.

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