Am Anfang war der Rhythmus

Sein Frühjahrskonzert gab der Städtische Musikverein in der Erkelenzer Stadthalle. Uhren auf der Bühne unterstrichen das Thema "Zeitreise".  rp-foto: jurgen laaser
Sein Frühjahrskonzert gab der Städtische Musikverein in der Erkelenzer Stadthalle. Uhren auf der Bühne unterstrichen das Thema "Zeitreise". rp-foto: jurgen laaser

ERKELENZ

Zu einer musikalischen Zeitreise lud der Musikverein Erkelenz mit all seinen Gruppierungen ein. Die vollen Reihen in der gut gefüllten Stadthalle bewiesen, dass viele dieser Einladung erwartungsfroh gefolgt waren.

VON HILTRUD BRENDT

ERKELENZ Die Jüngsten, die aus den Bläserklassen der Erkelenzer Grundschulen stammen, eröffneten mit drei kleinen Stücken unter der Leitung von Eckhard Klotz beim Frühjahrskonzert des Städtischen Musikvereins den Abend. Für sie war der Abend noch mit sehr viel Aufregung verbunden - da fallen dann auch schon mal dem Schlagzeuger die Sticks aus der Hand oder an muss noch mal daran erinnern, dass man den Dirigenten und nicht die Oma beim Spielen anschaut. Die vierzehn Mädchen und Jungen musizierten zur Freude der Zuhörer und verließen erleichtert die Bühne.

 

Ensemble auf hohem Niveau

Das Sinfonische Blasorchester unter der Leitung von Jan van Hulten eröffnete anschließend mit dem eigens von ihm komponierten Werk für Schlagzeuger "...am Anfang war der Rhythmus" die Zeitreise des Abends. Humorvoll und immer wieder auch durch Gesten aktiv, führte Andreas Lua das Publikum durch das Programm dieses Ensembles. Hier erklangen neben "Gladiator", der Filmmusik zum gleichnamigen Heldenepos, auch die "Mittelalterliche Suite". Zum Abschluss des ersten Programmteils wurden die "Kentish Dances" von Philip Sparke dargeboten. Ein von Rhythmus und schnellen Läufen geprägtes Werk, das das hohe Niveau des Ensembles eindrucksvoll zum Ausdruck brachte.

Der zweite Teil des Abends wurde von der Juniorband unter der Leitung und Moderation von Karl-Heinz Wawrzinek eröffnet. Er betonte, dass im letzten Jahr eine Art Generationenwechsel in der Band stattgefunden habe, denn viele der älteren Mitglieder sind in das Sinfo­nische Blasorchester aufgestiegen, und eine große Anzahl jüngerer Mitglieder sind in die Juniorband gewechselt.

 

Herausforderung Juniorband

Dies ist immer als eine Heraus­forderung zu betrachten, da alles neu erarbeitet werden muss. Diese Aufgabe wurde hervorragend gemeistert, wie Ausschnitte aus "Also sprach Zarathustra", "Pomp and Circumstances", "Carmina Burana" und "Clocks" bewiesen. Das Publikum forderte daher auch sofort eine Zugabe ein, die mit einem Teil aus der Filmmusik zu "Pirates of the Caribean, Teil I", auch gerne und gekonnt gegeben wurde.

Den fulminanten Abschluss des Abends eröffnete das Sinfonische Blasorchester mit einem "Duettino" von Franz Albert Doppler. Die Solistinnen Sarah Hagios und Miro Shirai (beide Flöte) musizierten technisch und musikalisch auf höchstem Niveau und boten sowohl dynamisch als auch agogisch einen ausgefeilten Part. Die Titelmusik zum Film "Der Soldat James Ryan", der "Tiger Rag" und ein Medley aus Stücken von Udo Jürgens führten die Zuhörer langsam wieder in die Neuzeit zurück.

Das hohe Niveau des Musikvereins bedachten die Zuschauer mit reichlich Applaus, und sie wurden auch mit zwei Zugaben dafür belohnt.

 

INFO Jugendarbeit

Der Musikverein legt großen Wert auf die Jugendarbeit und stellt in mindestens zwei großen Konzerten im Jahr seine Arbeit vor. 43 Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 18 Jahren musizieren in der Juniorband, und 55 Musiker im Alter von 13 bis 78 Jahren bilden das Sinfonische Blasorchester. Weitere Informationen unter:

www.musikverein-erkelenz.de

 

(aus Rheinische Post vom 30.04.2012)

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