Von Udo Jürgens bis zur Oper

Die "Liedertafel" ist 155 Jahre alt. In der Kirche gaben die Sänger ein Konzert mit dem Gemeinschaftschor und dem Frauenchor Grenzland. rp-foto: passage
Die "Liedertafel" ist 155 Jahre alt. In der Kirche gaben die Sänger ein Konzert mit dem Gemeinschaftschor und dem Frauenchor Grenzland. rp-foto: passage

HOLZWEILER Im feierlichen Raum der Kirche Sankt Cosmas und Damian beging der Männergesangverein "Liedertafel" 1857 Holzweiler mit einem Chorkonzert sein 155-jähriges Bestehen. Dabei trat er als Gemeinschaftschor, geleitet von Gerd Faßbender, mit dem Sängerbund "Cäcilia" 1889 Kückhoven auf. Der Frauenchor Grenzland sang unter der Leitung von Margret Esser. Weitere Mitwirkende waren Robert Hillebrands als Tenor-Solist und Alexandra Hillebrands am Klavier.

VON ANNA BRENDT

Freude am Singen im Chor

Mit einem abwechslungsreichen Programm unterstrichen die Musiker das Motto des Konzertes. "Singen ist im Chor am schönsten" zeigen die Sängerinnen und Sänger voller Begeisterung schon im ersten Stück: Die Chorgemeinschaft sang "Sing und swing im Chor". Dabei zeigte der Gemeinschaftschor, wie schön die Musik nicht nur mit Klavierbegleitung, sondern auch a capella sein kann - auch beim folgenden Stück, dem berühmten "Ich bin kein Bajazzo" aus der gleichnamigen Oper. Die Sänger zeigten auch eine moderne Seite. Mit "Dschingis Khan", mit dem Deutschland 1979 den vierten Platz beim Grand Prix gewann, und dem Hit von Udo Jür­gens "Aber bitte mit Sahne" zauberten sie den Zuhörern ein Lachen ins Gesicht.

Der Frauenchor Grenzland hatte ebenfalls sichtlich Freude an seinem Auftritt - mit leichten strahlenden Stimmen und lockeren Bewegungen zu ihrer Musik. Fröhliche Stücke wie "Kauf dir einen bunten Luftballon" machten gute Laune. Robert Hillebrands begeisterte das Publikum besonders mit "Dein ist mein ganzes Herz" von Franz Lehar. Er schmachtete mit sanfter Stimme und schönem Vibrato die Angebetete an. Seine Frau Alexandra Hillebrands, die den Werkschor von Aker Wirth leitet, begleite ihn. Lustig und unterhaltend machte danach der Gemeinschaftschor weiter. Das Stück "Nehm' Se'n Alten" von dem Kabarettisten Otto Reutter sei ein Tipp an Frauen, bei "Männermangel" nicht nur auf junge Männer zu schauen, so Gerd Faßbender. Auch der Frauenchor machte mit guter Stimmung weiter. Mit "Für mich soll's rote Rosen regnen" vertieften die Frauen, die jedes ihrer Stücke auswendig sangen die angenehme Atmosphäre. Auch Robert Hillebrands bewies eine modernere Seite mit dem ruhigenen "S'wonderful" und dem flotten und rhythmischen "I got rhythm", beide von George Gershwin. Die Chorgemeinschaft begeisterte die Zuhörer mit "Das Lied des Volkes" mit einem Solo von Robert Hillebrands. Beim Abschlussstück "Was uns eint" standen alle Beteiligten auf der Bühne. Dies wurde nach viel Beifall als Zugabe wiederholt.

(aus Rheinische Post von 03.05.2012)

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