Aker-Wirth-Werkschor stellt seine Qualität unter Beweis

Der Werkschor „Glückauf" widmete sich beim Jahreskonzert dem Thema „Liebe". Er wurde im Alten Rathaus von starken Solisten unterstützt.

 

ERKELENZ Die Liebe war am Sonn­tag Thema im Alten Rathaus in Erkelenz - rein künstlerisch. Der Werkschor „Glückauf des Unter­nehmens Aker Wirth hatte zum Jah­reskonzert mit Solisten geladen. Riesenbeifall zeigte, dass man mit der Sopranistin Katharina Leyhe, dem Pianisten Joachim Höchbauer und dem Tenor Robert Hillebrands ein gutes Händchen bei der Aus­wahl der Künstler getroffen hatte. Der Erlös des Konzerts ging an das Erkelenzer Hospiz.

Der Werkschor „Glückauf" widmete sich beim Jahreskonzert dem Thema „Liebe". Er wurde im Alten Rathaus von starken Solisten unterstützt.
VON WILLI SPICHARTZ

Dass Chorleiterin Alexandra Hil­lebrands eine kurzfristige Umbeset­zung vornehmen musste, tat der Qualität in der mit 180 Zuhörern völlig ausverkauften „guten Stube" der Stadt absolut keinen Abbruch. Die Sopranistin Tina Scherer muss­te wegen einer Erkrankung absagen, ihr „Ersatz" Katharina Leyhe zeigte sich dem Thema „Liebe" mehr als gewachsen.

Glückauf-Vorsitzender Siegfried Jato begrüßte die „große Familie" aus Zuhörern und Chor, ganz be­sonders Erkelenz' Bürgermeister Peter Jansen, Aker-Wirth-Chef und Schirmherrn Einar Brönlund, des­sen Vorgänger Christoph Kleuters, Betriebsratsvorsitzenden Bernd Küppers und die Leiterin des Erkelenzer Hospizes, Ulrike Clahsen. Alexandra Hillebrands, informativ­humorvoll, leitete ins Grundthema „Liebe" mit Wolfgang Amadeus Mo­zart als jemandem ein, der davon eine Menge verstanden habe - von der echten Liebe.

Der Chor konnte seine Qualitäten gleich mit „Die Weihe des Gesangs" und „Vom Naschen" zeigen, mehr­stimmig von getragen bis machtvoll. Mozart'sche Leichtigkeit belegte Katharina Leyhe mit „Batti batti mio Masetto" aus „Don Giovanni" und italienische Dramatik mit vollem Stimmvolumen in „O mio babbino caro" von Giacomo Puccini. Das Au­ditorium dankte der ausdrucksstar­ken Sopranistin mit starkem Beifall für ihre Interpretationen von Lehars „Vilja-Lied" aus der „Lustigen Wit­we" und „Liebe, Du himmlisches Gefühl" aus „Paganini" mit Kolora­turen.

Der Tenor Robert Hillebrands be­leuchtete die Liebes-Tragik mit „Schau' einer schönen Frau nicht in die Augen... denn Du hast sie nie al­lein" und das ultimative Bekenntnis „Dein ist mein ganzes Herz" aus des begnadeten Lehars' „Das Land des Lächelns". Ihm galt intensiver Bei­fall wie auch dem Pianisten Joachim Höchbauer, der kongenial den ge­samten Konzertabend an den Tas­ten begleitete. So auch stark Katha­rina Leyhes „Meine Lippen, sie küs­sen so heiß" von Lehar, gemessen an der Reaktion des Publikums wohl der musikalische Höhepunkt. Da­zwischen immer wieder, von Beifall begleitet, der Chor mit „Abendfrie-de am Rhein" von Mathieu Neu­mann, bearbeitet von Franz-Josef Franzen, dem Vorgänger von Ale­xandra Hillebrands beim Wirth-Chor.

Zum Ende übergab Siegfried Jato 1500 Euro an Ulrike Clahsen, Blu­men an Alexandra Hillebrands und Katharina Leyhe und - in einer ge­lungenen Überraschung die Chor­leiterin - an ,ihre Männer' jeweils eine Rose.

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JUBILÄUM

Konzert zum 60-jährigen Bestehen

2013 feiert der Werkschor „Glück­auf" sein 60-jähriges Bestehen. Am 10. November gibt es in der Stadthalle ein Konzert mit der Bergkapelle Sophia-Jacoba aus Hückelhoven. Am Sonntag erhielten Robert Hillebrands, Joachim Höch­bauer und Einar Brönlund Schnaps in Flaschen in Grubenlampenform des Schachtvereins-Sophia-Jacoba aus Hückelhoven.

(Rheinische Post vom 06.11.2012)

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