Chorbegegnung zum Ende der Weihnachtszeit

Das friedliche Miteinander der europäischen Nationen ist ein Lernprozess, die Begegnung der Jugend und das gemeinsame Arbeiten Generationen überschreitend ein wichtiger Weg.

Mit Erfolg fand das erste internationale Projekt von Pro Musica e.V. Erkelenz im Jahr 2013 statt. In der „Chorbegegnung zum Ende der Weihnachtszeit“ traf sich der Kammerchor Le Colisee mit dem noch jungen Chor der Naturwissenschaftlichen Universität Wroclaw (Breslau) zu einem gemeinsamen Konzertprogramm.

Die musikalische Leitung lag in den Händen von Prof. Alan Urbanek von der Karol-Lipinski-Musikhochschule, Wroclaw. Die Klavierbegleitung wurde von Thomas Hansen, Doveren, übernommen.

 

Auf dem Programm, das beide Chöre zunächst eigenständig einstudierten, standen Werke der englischen Komponisten John Rutter und David Willcox sowie des Australiers Kirby Shaw. Abgerundet wurden alle Konzerte durch polnisch-schlesische und deutsche Weihnachtslieder sowie kleinen musikalischen Aufmerksamkeiten, die beide Chöre für ihre jeweiligen Gäste vorbereitet hatten.

 

Das Konzert wurde anlässlich des Besuchs von Le Colisee in Wroclaw in einigen Proben zusammengesetzt und als Eröffnung des Patios des Universitätsgebäudes an der Ul. Novida erstmalig vor geladenen Ehrengästen (u.a. Rektor und Kanzler der Universität) aufgeführt. Ein zweites Konzert in Polen fand auf Einladung des Kulturamtes des Landkreises im Breslauer Umland statt.

 

Den Höhepunkt des Projektes bildete der Besuch der polnischen Sängergruppe in Erkelenz mit dem Konzert in St. Josef, Hetzerath.

 

Die weihnachtlich geschmückte Kirche wurde zusätzlich mit Lichtinstallationen betont um dem Publikum die Möglichkeit zu geben, die Stimmung der Musik aufnehmen und eine Stunde der weihnachtlichen Ruhe und Besinnung erleben zu können.

 

Prof. Urbanek leitete alle Konzerte engagiert und arbeitete Stimmungen und Text mit großem Einfühlungsvermögen heraus. Sowohl im Konzertprogramm als auch in den Volksliedern wurden Solopartien von einigen Chorsängerinnen übernommen. So wurde es in beiden Ländern als besondere Freude empfunden, dass deutsche Choristinnen ein polnisches Lied in Breslau vortrugen, welches in Hetzerath von einem länderübergreifenden Ensemble dargeboten wurde.

 

Nach allen Konzerten dankte das Publikum mit anhaltendem Applaus für eine rundum gelungene Aufführung und entließ die Sänger nicht ohne entsprechende Zugaben gegeben zu haben.

 

Die Harmonie in der Musik setzte sich im menschlichen Miteinander während der gemeinsamen Tage fort, es ist immer wieder eine Freude mitzuerleben, wie Jugendliche ohne Vorbehalte aufeinander zugehen. Manch Stunde "fröhlicher Nachbereitung" zeugte hiervon.

 

Pro Musica bietet in 2013 wieder das Projekt "Classics in Concert", diesmal zum Thema Musik von Bühne und Tonfilm, an und beteiligt sich auch am Finale des Comenius Projektes der Erkelenzer Gymnasien am 9. März in der Stadthalle. (Dr. Kalisch, 1. Vorsitzender)

Artikel aus der Rheinischen Post

Internationale Weihnachtslieder

Gemeinsamkeit war ein entscheidendes Stichwort beim Konzert unter dem Titel „Deutsch-polnische Chorbegegnung zum Ausklang der Weihnachtszeit".

VON NICOLE PETERS

HETZERATH Der vom veranstalten­den Verein ProMusica betreute Kammerchor "Le Colisee" und der Chor der Naturwissenschaftlichen Universität Wroclaw aus Breslau sangen in der Pfarrkirche St. Josef meist zusammen. Einige Lieder in­terpretierten die polnischen Gäste allein, und viele Besucher aus dem Publikum sangen mit, oder der Ge­meinschaftschor stimmte mit den Zuhörern das bekannte deutsche Lied "Oh, du Fröhliche" in kräftiger Lautstärke an.

Aufgrund der Beteiligung von Ak­teuren unterschiedlicher Nationali­täten gelang im gut besuchten Got­teshaus ein faszinierender musikali­scher Ausflug zu weihnachtlichen Bräuchen in England, Deutschland und Polen, wobei englische Christmas-Carols - unter anderem des zeitgenössischen Chorleiters und Komponisten John Rutter - im Mit­telpunkt standen. Diese Lieder fassten die weihnachtliche Botschaft in neue Worte und lyrische Gedanken, ohne den Inhalt zu verändern. Um eine möglichst harmonische Dar­bietung präsentieren zu können, in­terpretierten die Chöre ausschließ­lich englische Original-Versionen.

 

Eine sichere Stimmfüh­rung

bewiesen alle Sän­ger

bei einem reinen A-cappella-Beitrag


Dirigent Professor Alan Urbanek von der Musikhochschule Breslau leitete sicher, Pianist Thomas Han­sen (Doveren) begleitete mit leich­tem Anschlag. Mit schlesisch-polnischen Weihnachtsliedern gab etwa die Hälfte des 25-köpfigen großen Chores dem Publikum eine Kost­probe heimischer Melodien, die ei­nige Besucher kannten und mitsan­gen. Ein polnischer Chorsänger war praktischerweise auch Organist und lieferte bei diesen Stücken instru­mentale Unterstützung an der Or­gel. Als Geschenk an die Gäste war­teten die deutschen Sänger mit ei­nem polnischen Stück auf, bei dem eine Solistinnengruppe mit klaren Stimmen führte. Eine sichere Stimmrührung bewiesen alle Sänger bei einem reinen A-cappella-Bei­trag, der die feierliche Stimmung in der Kirche betonte.

Das Anliegen der Musiker, dem Publikum einen Moment der Ruhe und einen Nachschlag weihnachtli­cher Feststimmung zu bescheren, konnten sie mit dem gelungenen Konzert bestens umsetzen. Und sie realisierten eine weitere freund­schaftliche Begegnung zwischen den Ländern - die Zusammenarbeit von ProMusica mit Partnern aus Breslau hat mittlerweile langjährige Tradition. Dem Publikum gefiel die musikalische Begegnung sehr, und es bedankte sich mit viel Applaus.

(Rheinische Post vom 15.01.2013)

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