Heimatverein lädt mit dem WDR in die Heimat ein

Auch die Themen Braunkohlenabbau und Umsiedlung werden bei der Lokalzeit-Wanderung nicht ausgespart. Foto: Le
Auch die Themen Braunkohlenabbau und Umsiedlung werden bei der Lokalzeit-Wanderung nicht ausgespart. Foto: Le

Die erste Lokalzeit-Wanderung 2013 am 20. April steht unter dem Motto „Dörfer, Braunkohle und Veränderung"

 

Erkelenz. Rund 16 Kilo­meter lange Rundwanderung durch das Erkelenz Land.

Eine von vier Lokalzeilwanderungen des WDR findet in diesem Jahr in der Region statt. Unter Regie des Heimatvereins der

Erkelenzer Lande geht es am Samstag, 20. April, auf eine rund 16 Kilometer lange Tour durch das Erkelenzer Land.

Die Wanderung mit dem beziehungsreichen Titel „Dörfer, Braunkohle und Veränderung" berührt unter anderem Orte und Landschaf­ten, die in naher Zukunft dem Braunkohlentagebau zum Opfer fallen und weist damit auch auf den Verlust der Heimat für viele Menschen hin.

„Wir wagen den Spagat zwischen verlorener Heimat und dem Tagebau", stellte Günther Merkens, der Vorsitzende des Hei­matvereins, bei der offiziellen Vorstellung der Wanderroute im Erkelenzer Rathaus mit Nachdruck fest. Und betonte weiter „Wir werden in eine Region gehen, in der man in Kürze nicht mehr wandern kann, wir wollen mit dieser Wanderung auch auf die Probleme der Umsiedlung aufmerksam machen."

Dass die WDR-Wanderer am Aussichtspunkt Jackerath einen Blick in das Tagebauloch werfen können, durch „sterbende" Dörfer marschieren und am gleichen Tag blühende Landschaften erleben werden, ist auch der Aachener WDR-Studioleiterin Bettina Julia Feldhaus bewusst.

Es sei wichtig, meinte sie im Erkelenzer Rathaus, die Region in allen ihren Facetten darzustellen. „Wir wollen zeigen", so die Repräsentantin des Veranstalters, „was es an Schönheiten, Besonderheiten aber auch Veränderungen gibt". Der WDR begleite die Entwicklung der sich verändernden Landschaften nicht zuletzt mit dieser Wanderung.

 

Kulturgüter gehen verloren.


Für den Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen hat die Wanderung noch einen anderen wichtigen Aspekt. Im Rahmen der Tour kön­nen man Außenstehenden zeigen, „was geleistet werden muss, um die vielfältigen Probleme der Umsiedlung zu lösen". Ebenso wie der beim Pressegespräch anwesende Tagebauleiter Lutz Kunde betonte Jansen, man gehe sachlich mit dem Thema Abbau und Umsiedlung um, obwohl jeder wisse, so Jansen, „welche Kulturgüter dabei verloren gehen". Lutz Kunde wiederum betonte, die Umsiedlung werde von RWE Power sehr ernst genommen. Er versicherte:

„Wir werden von unserer Seite alle Voraussetzungen schaffen, damit es eine erfolgreiche Wanderung wird."

Vom Erfolg ist man beim WDR überzeugt. Immerhin kommen zu den Lokalzeit-Touren nach Auskunft von Bettina Julia Feldhaus zwi­schen 250 und 1000 Interessenten. Sie lobte schon im Vorfeld die „tolle Organisation" und zeigte sich sehr gespannt auf die Veranstaltung. Der WDR betritt mit dieser Tagebau-Tour übrigens keineswegs absolutes Neuland. Bereits 2002 führte eine Wande­rung auf die Sophienhöhe, 2009 ging es mit dem Schwerpunkt „Archäologie" rund um Hambach. Auch Erkelenz ist für die WDR-Wanderung kein Neuland: Bereits 2007 gab es eine Tour des WDR in Erkelenz.

 

Die Route


Wer am 20. April mitwandern möchte, kann sich auf eine interessante Route freuen. Der Start erfolgt um 10 Uhr an der Gemein­schaftsgrundschule in Keyenberg, Lindenallee 27. Parkplätze werden rund um die Schule eingerichtet. Vom Startpunkt Keyenberg führt die Tour nach Borschemich und weiter zum Tagebau-Aussichtspunkt im Bereich des Autobahn-Dreiecks Jackerath. Vorbei an der Immerather Windmühle geht es nach Immerath. An der Kirche des Dorfes, in der nur noch wenige Menschen leben, findet die Mittagspause statt. Die Dorfgemeinschaft sorgt für Getränke.

Durch die Felder und Wiesen der Erkelenzer Börde geht es schließlich zurück zum Ausgangspunkt Keyenberg, wo die Wandergruppen zwischen 14 und 15 Uhr erwartet werden. An der Schule gibt es nicht nur einen Imbiss, für den das DRK verantwortlich zeich­net, sondern auch ein Konzert des Musikvereins Keyenberg.

Die Tour eignet sich auch für Kinderwagen - so genannte Jogger - die auf unasphaltierten Wegen fahren können. Hunde dürfen angeleint mitgebracht werden. Toiletten auf der Tour gibt es am Aussichtspunkt Jackerath und an der Kirche Immerath. Der WDR wird noch am Abend in der Lokalzeit Aachen (19.30 Uhr) über die Wanderung berichten.(ferdi)

(Report am Sonntag 14.04.2013)

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Kommentare: 1
  • #1

    Wilfried Rötzel (Sonntag, 28 April 2013 11:42)

    Es war ein sehr schöner Tag.

              www.erkelenz.de
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