Zugspitzklänge aus Grainau in Golkrath

Leszek Zebura (r.), der Dirigent der Musikkapelle Grainau, beim gemeinsamen Spiel mit dem Tambourkorps Golkrath. Die Gäste aus dem Zugspitzdorf weilten ein Wochenende lang in Golkrath. Das Konzert war der Höhepunkt des Besuches.
Leszek Zebura (r.), der Dirigent der Musikkapelle Grainau, beim gemeinsamen Spiel mit dem Tambourkorps Golkrath. Die Gäste aus dem Zugspitzdorf weilten ein Wochenende lang in Golkrath. Das Konzert war der Höhepunkt des Besuches.

Rund 30 Musikanten der Musikkapelle Grainau kamen auf Einladung des Tambourkorps Golkrath ins Erkelenzer Land.

Das sympathische Orchester bot beim Konzertabend am Samstag die pure musikalische Abwechslung und Vielfalt.

 

VON ANKE BACKHAUS

 

GOLKRATH Es war mittlerweile tief in der Nacht, das Konzert war schon

 

einige Stunden zu Ende, als im Anbau der Mehrzweckhalle am Wiesengrund Akkordeonklänge ertönten. Die Stimmung war nach wie vor ausgelassen zwischen dem Tambourkorps Golkrath und seinen Gästen.

Am Wochenende zu Gast waren die Musiker der Musikkapelle Grainau - den Höhepunkt des Besuches bildete das große Konzert am Samstagabend. Schon seit Monaten bereiteten die Golkrather Spielleute diesen dreitägigen und besonderen Besuch akribisch vor.

GAP - Garmisch-Partenkirchen. Das Kennzeichen des Reisebusses sagte aus, wie lang die Reise der Grainauer am Freitag war, ehe sie gegen 18 Uhr Golkrath erreichten.

Ein gemeinsames Essen in unkomplizierter Atmosphäre bildete den

Auftakt des Wochenendes. In welche Region die Grainauer nach 1991

 

und 1996 erneut gereist waren, erfuhr die aktuelle Besetzung des Orchesters beim Ausflug in das Braunkohlentagebaugebiet.

Wie sterbende und künstlich geschaffene Orte aussehen, wie riesig das Loch ist, für das die Schaufelradbagger sorgen - all' das beeindruckte die Gäste von der Zugspitze sehr. Wie der Kontakt der Golkrather

ins rund 700 Kilometer entfernte Grainau entstand, erläuterte Vorstandsmitglied Gottfried Schnitzler:

"1990 machte eine etwa 20-köpfige Golkrather Gruppe Urlaub im

Zugspitzdorf Grainau. Hier knüpfte man erste Kontakte zur Musikkapelle, die bereits 1991 zum ersten Mal  in Golkrath war- es war das Jahr des ersten Oktoberfestes, das das Tambourkorps damals veranstaltete."

 

Der Besuch wiederholte sich fünf Jahre später beim zweiten Oktoberfest. In Erinnerung war man sich schließlich immer.

 

Und dann kam das, wofür die Grainauer schließlich angereist waren:

In stilechter Tracht betraten sie die Bühne und eröffneten gemeinsam mit dem Tambourkorps den Konzertabend. "Mit Spiel voran" und "So klingt's in Stadt und Land" - so ging es los. Indes durfte sich Herbert Küpper, der Dirigent der Golkrather, in diesen Momenten zurücklehnen, übernahm doch der Grainauer Dirigent, Leszek Zebura, das Dirigat der Golkrather gleich mit.

 

Was folgte, war die pure musikalische Abwechslung und Vielfalt:

Die Grainauer boten einen Mix aus konzertanter Unterhaltungs- und

Marschmusik, der immer wieder untermalt wurde durch die charmante Moderation der Grainauerin Kathrin Frankenberger. Heraus stachen dabei unter anderem die Soli: Zum einen bot das Orchester "Souvenier de Cirque Renz", die Erinnerungen an Zirkus Renz", von Gustav Peter auf, in dem besonders der erst 14-jährige Sebastian Kleißl bewies, wie sehr er diesen "Galopp" für XyIophon mit Orchester beherrscht.

Direkt neben ihm lächelte Dirigent Leszek Zebura - wissend, dass in dem Jugendlichen mehr als nur musikalisches Talent steckt. Später sorgte auch Michael Kleißl an der Trompete mit "Glaube mir" für strahlende Klänge. Bekannte Klassiker wie die Löffelpolka oder auch "Highland Cathedral" waren ebenso im Programm wie zum Finale schließlich der Radezkymarsch. Schmunzelnd dirigierte Leszek Zebura hier mehr das Publikum - und das mit großem Spaß. Mehrere Zugaben waren nötig, die dann auch wieder mit den Golkrather Spielleuten stattfanden.

"In Harmonie vereint", der Ruetz-Marsch sowie der Regimentsgruß

sorgten für Begeisterung wie schließlich auch ein Marsch, den die Golkrather viele Jahre nicht mehr aufgeboten hatten: "Alte Kameraden", ebenfalls ein Kassiker, hatte Herbert Küpper extra neu arrangiert und in den Proben bis zu acht Mal am Stück spielen lassen, ehe es am Samstag erstmals wieder öffentlich dargeboten wurde.

Unterm Strich: Beim Frühstück am Sonntagmorgen kurz vor der Abreise der Grainauer kam dann doch Wehmut bei Gastgebern und Gästen auf,

denn: Das Konzert, das ganze Wochenende war im Grunde "In Harmonie vereint".

(Rheinische Post 22.10.2013)

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Kommentare: 3
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