Brendt: Musik als Kulturgut schätzen

Unterstützt von den Comelius-Burgh-Chormitgliedern dankte Heimatvereinsvorsitzender Günther Merkens (r.) dem langjährigen Chorleiter Norbert Brendt; links Brendts Nachfolger Reinhold Richter.
Unterstützt von den Comelius-Burgh-Chormitgliedern dankte Heimatvereinsvorsitzender Günther Merkens (r.) dem langjährigen Chorleiter Norbert Brendt; links Brendts Nachfolger Reinhold Richter.
Der Cornelius-Burgh-Chor verabschiedete seinen langjährigen verdienten Chorleiter Professor Norbert Brendt.
VON IRIS BARTH

ERKELENZ Es war Professor Dr. Norbert Brendt bei seiner offiziellen Verabschiedung durch den Cornelius-Burgh-Chor ein Herzenswunsch und sein größtes Anliegen: "Ich weiß. Sie, liebe Politiker, haben viele Sorgen, aber die Musik ist eines ihrer Stiefkinder, lieben Sie dieses Stiefkind wie ein eheliches Kind und nehmen Sie es in ihre Obhut." Der langjährige Chorleiter sorgt um die Zukunft der musikalischen Kultur. Er appellierte an Politik und die Gesellschaft, der Musik wieder mehr Wertschätzung entgegenzubringen.

Bevor Brendt sich jedoch zu diesem ernsten Aspekt äußerte, zeigte er sich von seiner humorvollen Seite. „Ich sehe, ich soll eine Ansprache halten, und ich habe wie immer nichts vorbereitet und rede frei. Manches Mal hat das zu Ihrer Erheiterung beigetragen. was ich sagte. Aber manches Mal habe ich auch über Sie gelacht“, wandte er sich an die Chormitglieder und ehemaligen Sänger im Publikum.
Brendt dankte ihnen, dass sie stets mitgezogen hätten, wenn er sie geduldig pochend in seine Richtung gelenkt habe. Die gemeinsamen Erlebnisse von Festen und Ausflügen hätten den Chor zu einer Gemeinschaft Zusammenwachsen lassen. Brendt dankte auch der Stadt Erkelenz und dem Heimatverein für die Unterstützung seiner über dreißigjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit als Chorleiter. Brendt's ganz besonderer Dank galt Ehefrau Hiltrud: „Dies alles ist nur möglich, wenn da jemand ist, der einem den Rücken frei hält.“
Unter seinem neuen Leiter Reinhold Richter präsentierte der Chor als musikalischen Rahmen ein abwechslungsreiches musikalisches Repertoire aus dem englischen und deutschen Sprachraum. Chorsprecher Robert Klein legte den Schwerpunkt seiner Rede auf Musik als Kulturgut und lenkte den Blick auf den Wahlkampf. Er vermisse in den Programmen der Parteien das Thema „Kultur“. Als positives Vorbild führte er die Stadt Bad Berleburg an, die einen Kultur-Entwicklungsplan entworfen und umgesetzt habe. „Kultur ist Identität und eine Investition in die Zukunft“, sagte er und erinnerte daran. dass Norbert Brendt dies in Erkelenz angetrieben habe. Nun dürfe das nicht einschlafen. Der Chor überreichte dem Ehepaar Brendt einen Gutschein für Konzerte in der Tonhalle Düsseldorf. „Jetzt können Sie einmal die andere Seite genießen“, erklärte Robert Klein augenzwinkernd. Günther Merkens, Vorsitzender des Heimatvereins als Träger des Cornelius-Burgh-Chores, würdigte in seiner Rede Brendts Verdienste und überreichte ihm eine im Handel noch nicht zu erwerbende Aufnahme von Händels Messias sowie ein Faksimile aus dem Kloster Hohenbusch. Für die Stadt Erkelenz dankte Astrid Wolters als stellvertretende Bürgermeisterin mit den Worten: „Sie hatten immer einen besonderen Anspruch an sich, an ihren Chor und das Publikum. Es ist ihnen stets gelungen, alle auf ihrem Weg mitzunehmen.“
(Rheinische Post 28.03.2014)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0
              www.erkelenz.de
www.erkelenz.de

Entwicklung & Design

by Wilfried Rötzel

Counter
www.dein-erkelenz.de
www.dein-erkelenz.de