Friedenskonzert: 550 Euro für Syrien

von Jessica Balleer

 

Der syrische Bürgerkrieg bewegt die Welt. Melissa McCauley-Irle und einige befreundete Musiker gaben nun ein buntes Benefizkonzert der ganz besonderen Art.

 

Erkelenz. Klar und deutlich ist die hilfesuchende Stimme syrischer Bürger zu hören, die um ihre Heimat kämpfen müssen. Sie ist bis ins Erkelenzer Land gedrungen. Aus der Leonhardskapelle drang jetzt ein Echo: Trina Paulus Geschichte „Hoffnung für die Blumen“ bildete den Rahmen eines Friedenskonzertes, das Musiker aus dem Erkelenzer Land zugunsten syrischer Flüchtlinge gaben. „In der Geschichte geht es darum, sich gegenseitig dabei zu helfen wieder aufzustehen. Darum passt es zu unserem Thema Flüchtlingshilfe“, sagte Melissa McCauley-Irle, Musiktherapeutin und Organisatorin des Konzertes. „Hoffnung für die Blumen“ erzählt die Geschichte vom „Streifling“, einer kleinen Raupe, die das Leben kennelernen möchte und eines Tages zum Schmetterling wird.

Von Kindern für Kinder

 

Die Idee zum Konzert hatte McCauley-Irles Sohn Jacob, der die Flüchtlingsbilder aus Syrien im Fernsehen sah. „Können wir denn nichts tun?“, fragte er seine Mutter im Herbst 2013. Von da an begann Melissa McCauley-Irle das Programm des Benefizkonzertes zu planen. „Die Sache wurde größer und größer. Jeder wollte helfen.“ Auch der evangelische Kinderchor folgte ihrem Ruf. Unter der Leitung von Annette Wagner sangen die Kinder unter anderem „Kleines Senfkorn Hoffnung“ für die syrischen Kinder in Not. Die Bühne wurde ebenfalls liebevoll gestaltet: Engagierte Eltern halfen dabei, einfache Kartons bunt zu bemalen und mit Botschaften wie „Peace“, „Love“ und „Hope“ zu beschriften. „Wir wollten Kunst und Musik miteinander verbinden“, sagte McCauley-Irle über die beiden Spendenkonzertabende.

 

Für einen Gänsehaut-Moment sorgte das Ehepaar Friedel. „Weißt du noch damals, da war ein Luftballon dein größtes Glück“, sang Heinz Friedel, während Ehefrau Traute (80) Klavier spielte. „Er nimmt dich mit in das Land der Träume.“ Mit drei Ballons stand Friedel auf der kleinen Bühne und berührte die Anwesenden mit seinen gesungengen Worten. Noch intimer wurde es nur, als Musiker und Besucher in der Kapelle gemeinsam „Country Roads“ sangen. Arabella Steffen begleitete an der Akustikgitarre.

Die Musiktherapeutin und Sängerin McCauley-Irle ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, ihre Stimme für den guten Zweck einzusetzen. Begleitet von David Stalljann sorgte sie am Ende mit „What a wonderful world“ für einen weiteren Höhepunkt. Sie appellierte daran, den Glauben an das Positive nicht aufzugeben. Es war einem, als riefe sie es den syrischen Flüchtlingen direkt zu. Passen lernte auch der kleine „Streifling“ in Trina Paulus Geschichte alle Zweifel zu überwinden, und endlich zu fliegen. Karin Heinze, Vorsitzende des Stadtmusikbundes, zeigte sich begeistert: „Ist das nicht eine tolle Atmosphäre?“

 

Musiker folgen dem Hilferuf

 

„Ja wenn das Leben dich ruft, welch feiger Mensch wärst du, nicht zu antworten?“ – so lautete der Refrain des Stücks, das Sven Mertens, Martin Pieper und David Stalljann spielten. Mertens hatte es eigens für das Konzert komponiert. Denn die Welt ruft. Und Syrien derzeit mit am lautesten. Durch die Stimme der Musik, haben Melissa McCauley-Irle und die zahlreichen Mitwirkenden geantwortet. 550 Euro wurden eingenommen und unter dem Stichwort „This way to hope“ an die Flüchtlingsopfer in Syrien überwiesen. „Wenn wir nur einem Kind damit helfen könnten, wäre das schon toll“, sagte Melissa McCauley-Irle.

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