260 Musiker auf eine Bühne gebracht

Erkelenz: 260 Musiker auf eine Bühne gebracht Der 160 Stimmen starke Oberstufenchor des Cusanus-Gymnasiums trat unter der Leitung von Michael Forg (Flügel) am Donnerstagabend in der Stadthalle auf. FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz: 260 Musiker auf eine Bühne gebracht Der 160 Stimmen starke Oberstufenchor des Cusanus-Gymnasiums trat unter der Leitung von Michael Forg (Flügel) am Donnerstagabend in der Stadthalle auf. FOTO: Jürgen Laaser

Von Philipp Schaffranek

 

Erkelenz. In Rekordgröße, mit 160 Sängern, eröffnete der Oberstufenchor das Konzert "Musik im Cusanus", das in die Erkelenzer Stadthalle umgezogen war. Mit 260 Musikern wurde der Abend beendet, als auch das Schulorchester mit auftrat.

In diesem Jahr sind die Schülerinnen und Schüler des Cusanus-Gymnasiums für "Musik im Cusanus" in die Erkelenzer Stadthalle umgezogen. Mehr Platz sollte her. Doch die 260 Mitwirkenden brachten auch die Bühne in der ausverkauften Stadthalle am Ende des Konzertabends an den Rand ihrer Kapazität.

Als sich der Vorhang zum ersten Mal öffnete, erblickte das Publikum den 160-köpfigen Oberstufenchor. Rekordgröße. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Schulleiterin Rita Hündgen ging es los. Die große Klangfülle kam schon beim ersten Lied "Africa", der kalifornischen Rockband Toto, zur Geltung. Chorleiter Michael Forg hatte die meisten Stücke eigens für den Chor arrangiert. Bei "Hungriges Herz" von Mia sangen nur die Mädchen - was Männer ausmacht, beschreibt das Lied "Männer" von Herbert Grönemeyer, das wiederum nur die Jungen sangen. Unterstützung bekam der große Chor bei "Heal the World" von Michael Jackson dann noch vom Unterstufenchor.

 

Ehe die zahlreichen Kinder die Bühne betreten hatten, verging eine Weile. Solche kurzen Pausen überbrückten die Moderatoren des Abends, Lavanja Arunthavarasa und Vincent Schippers, mit kurzen Informationen zu den einzelnen Stücken und über die Musik generell. Schippers machte deutlich, dass an Musik keiner vorbeikomme: "Sogar bei den Nachrichten im Radio läuft Musik im Hintergrund." Bevor das Cusanus-Orchester auftreten durfte, war erst der Nachwuchs des Musikprofils an der Reihe. Die Fünft- und Sechstklässler zeigten, was sie in ein oder maximal zwei Jahren gelernt hatten. Erst spielten die Bläserklasse und die Streicherklasse getrennt, ehe sie das Stück "House Party" von Jacob de Haan, unter der Leitung von Lehrer Jürgen Schovenberg, gemeinsam präsentierten. Die Leistung honorierte das Publikum mit langanhaltendem Applaus. Manche der Kinder spielen jetzt schon im Cusanus-Orchester. Ziel ist es, dass irgendwann alle in dieses Orchester kommen.

Das Cusanus-Orchester nahm auf der Bühne platz, doch zu sehen waren nur die Streicher. Das Blech war auf der Empore, gegenüber der Bühne auf der anderen Seite der Stadthalle, platziert. Die Trennung der Orchestergruppen ist Teil der venezianischen Mehrchörigkeit des Komponisten Giovanni Gabrieli. Dabei sind die einzelnen Orchestergruppen räumlich voneinander zu trennen. Gabrielis "Sonata" sorgte damit für einen ganz eigenen Klangcharakter. Besonders war die räumliche Trennung auch für Dirigentin Mechthild Prüfert-Schmitz, da sie mit dem Rücken zu den Blechbläsern stand. Neben den klassischen Stücken, zu denen auch die Sinfonie Nr. 9 "Aus der Neuen Welt" von Antonín Dvorák gehörte, spielten die Schüler auch bekannte Filmmusiken wie aus "Fluch der Karibik" und "The Final Countdown".

Zum großen Finale wurde es dann noch einmal voll auf der Bühne der Stadthalle am Franziskanerplatz. Für das Stück "Adiemus" von Karl Jenkins, die inoffizielle "Cusanus-Hymne", betraten alle 260 Mitwirkenden die Bühne und beendeten den Abend mit mystischen und gleichzeitig gewaltigen Klängen, die die Stadthalle erfüllten.

 

(Quelle: RP vom 14.06.2014)

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