Facettenreiches Chorkonzert im Saal Boss

Der Männergesangverein "Liedertafel" schöpfte im Saal Boss in Holzweiler sein Klangvolumen voll aus. RP-FOTO: UWE HELDENS
Der Männergesangverein "Liedertafel" schöpfte im Saal Boss in Holzweiler sein Klangvolumen voll aus. RP-FOTO: UWE HELDENS

VON IRIS BARTH

 

HOLZWEILER Unter dem Motto "Wir machen Musik" präsentierte der Männergesangverein "Liedertafel" aus Holzweiler im Saal Boss mit dem Mandolinenorchester Koslar und dem Frauenchor Grenzland aus Wickrath ein abwechslungsreiches und ansprechendes Programm.

Von Beginn an schöpfte der Männergesangverein sein Klangvolumen voll aus. Dabei dirigierte Leiter Gerd Faßbender den Chor mal stimmlich getragen, dann temporeich durch das Repertoire.

Der flotte Einstieg mit dem Beitrag "Wir machen Musik" traf den Geschmack

des Publikums. Da das Konzert eigentlich im Sommer stattfinden

sollte, enthielt das Repertoire "Wann wird's mal wieder richtig Sommer",

einen Ohrwurm, mit dem Rudi Carrell seinerzeit einen Hit landete.

Der Wechsel von schwungvollen zu besinnlichen Liedern wie "Vicin o mare"

war fließend und bewältigte der Chor mit einer scheinbaren Leichtigkeit.

Das Repertoire der Liedertafel überwog auch im zweiten Teil des Konzertes

mit fröhlichen Liedern. Mit der Auswahl des Kriminaltangos und dem

"Feuerwerk der guten Laune" von Johann Strauß bewies der Chor seine

Flexibilität und Vielfältigkeit. Leiter Gerd Faßbender bewies bei

der Auswahl der Lieder eine glückliche Hand, da die Liedertafel ihre

vielfältigen, stimmlichen Möglichkeiten anhand fröhlicher Lieder präsentierte, die den Geschmack des Publikums trafen. Das Mandolinenorchester aus Koslar unter der Leitung von Stephan Hebeler gab dem Abend eine zusätzliche Note.

Hebeler moderierte die Lieder und ordnete sie in die musikalische Zeitreise ein. Von Dvorak über Gershwin und Dmitri Schostakowitsch präsentierte das Mandolinenorchester seine Darbietung. Der Waltz No. 2 stammte aus dem berühmten Film Dr. Schiwago und ließ Erinnerungen an diesen Film wachwerden. Eine Auswahl des Stückes "Oh lady, be good" aus dem Musical "Lady, be good" von Georg Gershwin bezauberte durch eine scheinbare Leichtigkeit des Spiels des Zupforchesters. Dirigent Gerd Faßbender, der die musikalische Gesamtleitung des Abends innehatte, informierte das Publikum mit Hintergrundinformationen zu den einzelnen Liedern des Männergesangsvereins und des Frauenchores Grenzland, der ebenfalls unter seiner Leitung singt.

Der Frauenchor beeindruckte vor allem mit den Darbietungen von "One way wind" und mit "Es grünt so grün, wen Spaniens Blüten blühen" aus dem Musical "My fair Lady".

Am Klavier begleitete Klaus Hoesen beide Chöre von Faßbender. Als Ehrengast begrüßte der Männergesangsverein den stellvertretende Vorsitzenden des Stadtmusikbundes Hans-Jürgen Lahaye. Am Ende gab es langanhaltenden Applaus für einen unvergesslichen Abend.

(Rheinische Post 27.10.2014)

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