Helmut Misgaiski - ein Leben für die Chormusik

Chorleiter Helmut Misgaiski wird am Sonntag geehrt. FOTO:RP
Chorleiter Helmut Misgaiski wird am Sonntag geehrt. FOTO:RP

Helmut Misgaiski (65) leitet vier Chöre - den Beecker Kirchenchor bereits seit 30 Jahren. Das Jubiläum wird am Sonntag gefeiert.

 

WEGBERG (RP) Er ist in Wegberg und Umgebung, auch darüber hinaus, kein Unbekannter. Vier Chöre leitet er: den Kirchenchor St. Vincentius Beeck, die Chorgemeinschaft Cäcilia Rath-Anhoven, die Rather Dorfspatzen und den Männergesangverein "Liederkranz" Wegberg.

Die beiden gemischten Chöre KC Beeck und die Chorgemeinschaft, ebenfalls die Männerchöre Rather Dorfspatzen und der Liederkranz treten jeweils gemeinsam auf. Nach einer dreimonatigen Probezeit im Herbst 1983 leitet Helmut Misgaiski seit dem ersten Januar 1984 offiziell den Beecker Kirchenchor.

Mit großem Engagement führt der Chorleiter die Sängerinnen und Sänger an mehrstimmige Messen, Motetten, geistliche Lieder, Volkslieder, manchmal auch an Liedgut aus Oper oder Musical heran. Immer ist Misgaiski auf der Suche nach Neuem. Auf dem PC wird das Angebot der Musikverlage gesichtet, werden Probepartituren bestellt, auf dem Klavier durchgespielt und dahingehend überprüft, ob die Stücke für den Chor geeignet sind. Nur wenige Stücke bleiben übrig, manche müssen umgeschrieben werden. Sie werden mehrstimmig gesetzt, der Begleitpart für Orchester oder Orgel wird dazu komponiert. Dem Chorleiter erleichtert, wie er versichert, dabei eine besondere Gabe: Er ist in der Lage, das vorliegende Notenkonzept sich wie in einem inneren Ohr als Ganzes vorstellen zu können. Wenn die Musik, insbesondere die Chormusik, zum Lebensinhalt wird, überträgt sich die Begeisterung auf die Chormitglieder die dann gerne dem Chorleiter folgen.

Der Zuspruch des Auditoriums, wenn also das mit Fleiß und Ausdauer Erarbeitete bei den Zuhörern Gefallen findet, wird dies zum Ansporn für alle Beteiligten.

So erinnert sich Helmut Misgaiski gerne an die Vollendung der als Fragment übernommenen mehrstimmigen Mozartmesse KV 275, die dann endlich, aus Anlass des 100-jährigen Bestehens des Chores 1986 mit Orchesterbegleitung und Solisten aufgeführt wurde. Weitere Höhepunkte waren die Aufführung der Krönungsmesse und zahlreiche Adventskonzerte, die regen Zuspruch fanden. Erwähnenwert wäre noch das geglückte Wagnis der Aufführung des Schlusschores aus Beethovens 9. Sinfonie.

Es ist schon sehr lange her, dass der etwa vierjährige Helmut den Vater auf dem Akkordeon Tanzmusik üben sieht und hört. Er ist von der Musik fasziniert, möchte selber Musik machen.

Der Vater beschafft aus der Nachbarschaft ein altes Klavier, dessen Tasten klemmen.

Helmut Misgaiski erhält seinen ersten Klavierunterricht bei Willy Laufhütte.

Mit zwölf Jahren begleitet er den Gemeindegesang in der Rather Kirche auf der Orgel, noch ohne Pedal. Während der Schulzeit und der Ausbildung zum Diplomrechtspfleger, zunächst in Mönchengladbach, später am OLG in Düsseldorf, lässt Misgaiski nie die Musik außer acht.

Daneben studiert er Kirchenmusik an der Hochschule fÜr Kirchenmusik in Aachen und schließt seine Studien als Studienbester ab. 30 Jahre leitet Helmut Misgaiski den Beecker Kirchenchor.

Er möchte gerne die Er möchte gerne die überaus fruchtbare Zusammenarbeit mit den Sängern weiterführen, die Leistungsbereitschaft des Chores bewahren in dem Bestreben, Freude an der Musik zu erhalten und zu fördern.

In einer kirchlichen Feier und bei einem gemeinsamen Frühstück am Sonntag, 23. November, um 9.30 Uhr (Cäcilienfest) soll Helmut Misgaiski geehrt werden. Mit ihm wird das Ehepaar Halfkann geehrt: Josefine Halfkann für 40 Jahre verdienstvolle Sängertätigkeit und Herbert Halfkann für 60 verdienstvolle Jahre in der Musica Sacra.

Der Kirchenchor St. Vincentius Beeck schätzt sich glücklich, in Helmut Misgaiski einen hervorragenden Chorleiter zu haben.

(Rheinische Post 21. November 2014)

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