Die Liebe zur Musik "herausposaunen"

Die Zusammenarbeit der Bands entstand nach einer Idee von Heinz Musch und wird vom nordrhein-westfälischen Landeskulturministerium gefördert. FOTO: JÜRGEN LAASER
Die Zusammenarbeit der Bands entstand nach einer Idee von Heinz Musch und wird vom nordrhein-westfälischen Landeskulturministerium gefördert. FOTO: JÜRGEN LAASER

Erkelenz.

Erstes Gemeinschaftskonzert der Mr. P.C. Bigband und der Juniorband des Musikvereins Erkelenz.

 

Von Katrin Schelter

Die vollen Klänge von Trompete, Posaune und Saxophon erfüllten am Sonntagabend das Atrium des Cusanus-Gymnasiums. Zum ersten Mal luden die Mr. P.C. Bigband der Erkelenzer Gymnasien und die Juniorband des Städtischen Musikvereins Erkelenz unter dem Motto "Schule trifft Verein" zum gemeinschaftlichen Projektkonzert.

Bei dieser Premiere gab es kaum freie Plätze - nicht weiter verwunderlich, nachdem die beiden Ensembles angefangen hatten zu spielen. Ihr Repertoire war breit gefächert, unter den 15 Stücken waren "Surfin' USA" von den Beach Boys, der Jazz-Evergreen "Autumn Leaves", das "James Bond Theme", das lateinamerikanische "Oye como va" und der Gute-Laune-Garant "Happy" von Pharrell Williams.

Thorsten Odenthal, Leiter der Mr. P.C. Bigband, kündigte die Teile seines Ensembles an und eröffnete dem Publikum mit einem Schmunzeln: "Die Bigband läuft so gut, da bin ich als Dirigent eigentlich überflüssig, also moderiere ich lieber." Das Dirigieren der Juniorband übernahm deren Leiter Jörg Wilms, ihre Auftritte machte Tim Wawrzinek dem Publikum schmackhaft.

Die jungen Musiker überzeugten im 90-minütigen Programm auf ganzer Linie. Hervorzuheben sind die Leistungen von Constantin Schippers, Jenny Thyssen, Julian Rauschen, Sascha Raser, Eric Skok und Matthias Kückes, die ihre Soli mit Bravour über die Bühne brachten. Besonderer Dank der Bigband galt Drummer Florian Küppers, der spontan für den erkrankten Schlagzeuger einsprang.

Odenthal machte auf die Schüler aufmerksam, die nicht nur in der P.C. Bigband, sondern auch in der Juniorband des Musikvereins aktiv sind und nun zwischen den Auftritten ständig ihre Plätze auf der Bühne wechselten. Dieses Bindeglied sei der Grundstein für die Idee zum Gemeinschaftsprojekt gewesen, so Odenthal. Die Idee, vor anderthalb Jahren entstanden, geht auf Heinz Musch, den Vorsitzenden des städtischen Musikvereins, zurück. Aus vielen Überlegungen ist das Projektkonzert entstanden, zu dem die Musiker sich professionelle Dozenten aus Köln und Bonn mit ins Boot holten. Das Ergebnis war ein Abend, den bei der Anmoderation von "Spinning Wheel" Thorsten Odenthal exzellent in Worte fasste: "Das ist pure Lebensfreude, als würde man auf einem bunt angemalten Pony durch das Leben reiten."

Der musikalische Ritt durch die Musikgenres hat vor allem die Liebe zur Musik der Musiker bewiesen. Nach dem Finalsong "Happy" dankten Odenthal und Wilms allen Mitwirkenden, lobten die tolle Organisation, das Engagement und Durchhaltevermögen der Schüler und Dozenten in der Probezeit. Das Publikum brachte seine Begeisterung mit viel Applaus zum Ausdruck. "Dieser Applaus schreit nach einer Zugabe", befand Cusanus-Schulleiterin Rita Hündgen. Jörg Wilms richtete Dankesworte an Heinz Musch: "Ohne deine Visionen kämen wir nicht weiter, dann gäbe es keine Juniorband, diesen Abend auch nicht".

Bei den Zugaben sah man den großen und kleinen Musikern die Erleichterung über den erfolgreichen Verlauf des Abends und den Spaß an der Sache an. Nach einer harten Ganztagsprobe am Samstag konnten alle Beteiligten mehr als stolz auf sich sein. In Zukunft gibt's sicher noch eine Chance, sich vom Talent der Schüler zu überzeugen - weil sie genau wie ihr Publikum nie genug von der Musik bekommen.
(Rheinische Post 20. Januar 2015)

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