Den Frühling auf Russisch begrüßen

Mit Charme und guter Laune trug der Chor "Rjabinuschka" russische und deutsche Volkslieder vor.
VON KATRIN SCHELTER

ERKELENZ Der Einladung zum Frühlingskonzert des Frauenchors "Rjabinuschka" waren zahlreiche Musikfreunde trotz des Regenwetters gefolgt. So war die Leonhardskapelle sehr gut gefüllt, als die Sängerinnen des Chors, gekleidet in traditionelle russische Trachten, ihre ersten Lieder zum Besten gaben.
Begleitet von Willi Zache am Tastenakkordeon standen am Anfang vor allem russische Stücke auf dem Programm, zu denen dem Publikum jeweils im Vorhinein kurze Erklärungen gegeben wurden. Die Zuhörer mussten jedoch nicht lange warten, schon wurde ihnen bewiesen, dass das Repertoire des Chores sehr viel weiter reicht - auch deutsche Volkslieder und Schlager sowie ein Berglied aus den Alpen wurden beschwingt und stets mit guter Laune präsentiert.

Als Gäste hatte sich "Rjabinuschka" die Sänger des A-Capella-Ensembles "Erkelenzer Salonchörchen" unter Leitung von Leo Vieten ins Boot geholt, die im zweiten Teil des Konzertnachmittags Hits und Evergreens aus den Zwanziger- und Dreißigerjahren sangen und sich passend dazu adrett in Schale geworfen hatten. Als die "Rjabinuschka"-Frauen auf die Bühne zurückkehrten, konnten sie wie bereits zu Beginn mit einer tollen Mischung ihrer Lieder und einer harmonierenden Stimmfülle überzeugen.

Der Frauenchor unter der Leitung von Nadeshda Reder, dessen Mitglieder mit einer Aussiedlerwelle Deutschstämmiger aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland gekommen waren, gehört schon seit über 20 Jahren fest zum Chorangebot der Stadt Erkelenz.
"Rjabinuschka" bedeutet übersetzt Eberesche, welche in Russland für Liebe und Treue steht. Genau das verkörpert der Frauenchor - Liebe zu ihrer Heimat, gleichermaßen der alten und der neuen Heimat, die sie in Erkelenz finden konnte. So wurde am Sonntag auch das Lied "Mein Erkelenz" vorgetragen, das von den Sängerinnen selbst geschrieben wurde und in dem sie sich für die Gastfreundschaft und Hilfe bedanken, die sie hier erfahren haben.
Insgesamt war das Frühlingskonzert einweiterer Erfolg für den Chor.
Das zeichnete sich nicht nur durch den begeisterten Applaus des Publikums und die durchgehend tolle Atmosphäre ab, auch Chorleiterin Nadeshda Reder war mit dem Ergebnis zufrieden, für das die Sängerinnen seit zwei Monaten geprobt hatten. "Wir haben nicht nur neue Lieder ins Programm genommen, die gute
Mischung macht es aus", erklärte sie. Auch die "Chorpartner" wechselten sie öfter, um dem Publikum bei Konzerten Neues zu bieten. "Das war unsere erste Zusammenarbeit mit dem Salonchörchen, aber es war wunderbar", sagte Reder mit einem Lächeln.

(Rheinische Post 01.04.2015)

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