Regenwald Workshop steht kurz bevor

von Jessica Balleer


„Rettet den Regenwald“ heißt das Theaterprojekt von Erkelenzer Vereinen und Schulen, das der Stadtmusikbund koordiniert. Der Probe-Workshop mit 120 Kindern verspricht lehrreich und kreativ zu werden.


Erkelenz

Während der Stadtmusikbund Erkelenz fast das gesamte Gelände von Haus Hohenbusch gemietet hat, nimmt auch das musikalische Großprojekt „Rettet den Regenwald“ immer konkretere Formen an. Kurz vor dem gemeinsamen Workshop-Wochenende, scheint der Ehrgeiz aller Beteiligten geweckt: „Jetzt haben wir so ein schönes Projekt ausgearbeitet, dann soll auch alles perfekt werden“, sagte Beate Theißen von der Rurtal-Schule Oberbruch über das Theaterstück, das derzeit in einer einmaligen Kooperation zwischen Schulen und Vereinen entsteht. Seit Monaten laufen die Proben in den teilnehmenden Schulen und Kindergärten bereits auf Hochtouren: Beim Workshop-Wochenende am 26. und 27. September werden 120 Kinder Regenwaldtänze lernen, Chorproben mitmachen, Bühnenbilder gestalten und Akrobatik und Jonglage vereinen.

Der große Auftritt ist zwar erst im Februar 2016, doch auf Haus Hohenbusch wird bereits am letzten Septemberwochenende zwei Tage lang der tropische Regenwald ein neues zu Hause finden. Samstags werden die verschiedenen Workshop-Leiter die Kinder in Gruppen einteilen und auf ihre Bühnenrollen vorbereiten: In der Erkelenzer Stadthalle werden die Kids auftreten und eine Bühnenshow präsentieren, die unterhaltsam und lehrreich zugleich werden soll: Neben den paradiesischen Seiten des Regenwaldes, wird es auch über Abholzung, Klimawandel oder bedrohte Tierarten einiges zu lernen geben. Jedes Kind hat sich in den vergangenen Monaten bereits eine Rolle aussuchen dürfen, die es in dem Stück verkörpern möchte. In 45-minütigen Einheiten werden die Kinder beim Workshop alle Tanz-, Akrobatik- und Gesangselemente des Musicals einstudieren. Andreas Schell von der Kreismusikschule Heinsberg hat dazu sechs Lieder arrangiert. Im Laienbrüderhaus wird Schell mit bis zu 45 Kindern daran arbeiten, dass im Februar alle Töne sitzen. Die Kostümbildner und Bühnenbauer im Klosteratelier bekommen Unterstützung von Erwachsenen. Und bei Torsten Schäper soll vor allem jede Menge Kreativität ausgelebt werden: mit Hilfe von Tüchern, Bällen und akrobatischen Bewegungen sollen die Kinder den Regenwald verkörpern und spüren können. „Workshop heißt aber nicht nur lernen. Jeder darf in alle Gruppen hinein schnuppern“, sagte Sängerin Melissa McCauley-Irle. Die sechs- bis 14-jährigen Kinder werden also die verschiedenen Arbeiten rund um das Thema Schauspiel und Musik kennenlernen. In der Trommelgruppe von Fatima Deckers-Beiermann zum Beispiel können sie von einer echten Percussion-Virtuosin lernen.
In der Mittagspause warten frische Pommes und Getränke im Klostercafé zur Stärkung, bevor es in die nächsten Einheiten am Nachmittag geht. Zum Thema passend sind auch die Snacks ausgewählt: „Wir besorgen Bananen, natürlich eine tropische Frucht“, sagte Karin Heinze, Vorsitzende des Stadtmusikbundes Erkelenz. „Das passt zum Regenwaldgefühl.“ Sonntags arbeiten alle in festen Gruppen noch einmal am Feinschliff für ihren Auftritt. Mit Christoph Stolzenberger hat der Stadtmusikbund einen Regisseur engagiert, der „das Team aus Pädagogen und Musikern perfekt ergänzt“, sagte Karin Heinze. Stolzenberger will den Kindern Tipps geben und das Lampenfieber nehmen. Dazu dient auch die Generalprobe in der Stadthalle im nächsten Jahr. Alle Grundlagen für „Rettet den Regenwald“ aber werden beim Workshop gelegt. Der verspricht arbeitsreich, aber auch kreativ und spannend zu werden.

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