Jubel um "Mozart meets Metallica"

"Mozart meets Metallica": Pianisten und Teile des Orchesters beim abschliesenden Song  "Halleluja". Rechts im Hintergrund der mitsingende Dirigent Marcin Grabosz.  Foto: Paul Krahe
"Mozart meets Metallica": Pianisten und Teile des Orchesters beim abschliesenden Song "Halleluja". Rechts im Hintergrund der mitsingende Dirigent Marcin Grabosz. Foto: Paul Krahe

Polnisch-deutsche Jugendbegegnung erlebt mit dem Abschlusskonzert einen weiteren Höhepunkt

Erkelenz. Vorbereitung für die achte Auflage des Projekts 2016 von "ProMusica" hat bereits begonnen.

Mit einem eindrucksvollen Konzert in der Erkelenzer Stadthalle ist das siebte polnisch-deutsche Jugendprojekt "Classics in Concert 2015" des Erkelenzer Vereins "ProMusica" zu Ende gegangen. Unter dem Titel "Mozatt meets Metallica" begeisterten  die jugendlichen Musiker aus Polen und Deutschland das Publikum und sorgten für einen abschließenden Höhepunkt.

Lange und intensiv war die Vorbereitungsphase gewesen.
Danach trafen sich vor zwei Wochen die Jugendlichen des Orchesters der Karol Szymanowski  Musikschule und die jungen Pianisten der Kreismusikschule zunächst in Breslau.

Gemeinsame Proben und ein Konzert in Breslau folgten, dann trat man die Reise nach Deutschland an. Dort standen weitere Proben, ein Konzert in Düsseldorf und das Abschlusskonzert in Erkelenz auf dem Programm.
Auch wenn die Vorbereitung und Planung des Konzertes sowie die Vorbereitung der Pianisten wieder einmal bei Josef Paczyna und dem "Pro-Musica" Vorsitzenden Thomas Kalisch in bewährten Händen lag, wurden die unvergesslichen Highlights des Abends erst durch Marcin Grabosz, dem Dirigenten des polnischen Orchesters möglich. Dass er den Taktstock bei "Phantom der Oper" an seinen deutschen Kollegen Josef Paczyna abgab war geplant. Mit höchster Konzentration gelang dem Orchester unter fremdem Dirigat sowie den beiden Pianisten Alexandra Kalisch und Alexander von Dreusche eine perfekte Darbietung, die mit lang anhaltenden Beifall vom Publikum belohnt wurde.
Danach durfte Thomas Hansen seine erste Komposition "Fantasie No2" selbst dirigieren, was neben der Einbindung von fünf jungen deutschen Musikern in das polnische Orchester von deutscher Seite als große Geste von Dirigent Grabosz gewertet wurde.
Das Versprechen, das die Plakate mit der Überschrift "Mozart meets Metallica"
gegeben hatten, lösten die jungen Musiker mehr als ein. Nach dem San Francisco Symphony Orchestra wagten sie sich an eine weitere Orchesterversion von Metallicas "Nothing else matters". Den Part von Hetfield und Ulrich über, nahmen die beiden jüngsten Pianisten Marvin Volkmer und Anna Fuchs mit den Tasten der Pianos. Besonders dieses Stück ging vielen im Publikum "tief unter die Haut" und belegto, dass man Rockmusik auch mit einem großen Orchester darbieten kann.
Mit der Ouvertüre von Mozarts "Don Giovanni" setzte das polnische Orchester unter Marcin Grabosz direkt vor der Pause den im Titel erwähnten Gegenpart nicht minder eindrucksvoll in Szene.
Für die Arrangements der Stücke war wiederum der seit dem ersten Projekt 2003 tatige polnische Dirigent, Pianist und Komponist Adam Wesolowski aus Bytom verantwortlich.
Auch nach der Pause erlebte das Publikum ein Feuerwerk unterschiedlichster musikalischer Darbietungen der Extraklasse. Auch Thomas Hansen durfte noch einmal den Dirigentenstab übernehmen und sein zweites Stück "Rondo" selber dirigieren. Nach Melodien aus Griegs "Peer Gynt" und dem "Non quiero verdete" von J.Virgillo führten alle Pianisten und das Orchester gemeinsam, wie Thomas Kalisch es ankündigte, eine Art "Trailer" von Tschaikowskys Nußknacker auf.
Das Besondere war, däss während der Aufführung alle Pianisten ständig am Klavier wechselten.
Wie es bereits Tradition ist, verabschiedeten sich die Akteure auf der Bühne mit einent gemeinsamen Lied. Diesmal war es der Titel "Halleluja" mit dem die israelische Gruppe Milk and Honey 1979 den Grand Prix d'Eurovisoion de la Chanson gewann.
Nach dem Konzert gab es dann für die Beteiligten eine After-Show Party. Gelegenheit, noch einmal auf ein erfolgreiches Projekt zurückzublicken und sich nach vielen Tagen intensivster Zusammenarbeit aber auch gemeinsamer Freizeitgestaltung von neu gewonnen Freunden zu verabschieden.

Über die musikalischen Erfolge hinausgehend hat das Projekt zu einem Zusammenwachsen der Jugend in einem vereinten Europa einen wichtigen, wiederum unverzichtbaren Beitrag geleistet.
Alle Beteiligten waren sich einig, diese Zusammenarbeit auch über den offiziellen Abschluss hinaus fortzusetzen.
Der Einstieg und die Planungsphase des achten deutsch-polnischen Jugendprojekts "Classic in Concert 2017" hat begonnen.
(Report am Sonntag 27.09.2015)

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