Mehr Musik in der Grundschule

Die Klasse 2 a der Luise-Hensel-Schule hat in einer Musikstunde bei Elke Egyptien und Astrid van Dierendonck die Geige kennengelernt. Die Schüler nehmen am "JeKits"-Projekt teil, das die Leiterinnen der Grundschule, Ulrike Neuenhofer (l.), und der Kreismusikschule, Gerda Mercks (3.v.r.), jetzt mit einem eigenen Hinweisschild dokumentieren. FOTO: spe

 

Erkelenz/Hetzerath. Die Luise-Hensel-Schule am Salierring und ihr Teilstandort in Hetzerath nehmen am "JeKits"-Landesprogramm teil, das Schüler ab der zweiten Klasse stärker an das Musizieren heranführen soll.

Von Andreas Speen

Die musikalische Bildung von Kindern wird an der Luise-Hensel-Schule und ihrem Teilstandort in Hetzerath seit diesem Schuljahr besonders gefördert - nach außen hin wird das seit dieser Woche mit Hinweistafeln dokumentiert. Der Schulverbund nimmt an dem landesweiten "JeKits"-Programm teil, das jedem Kind ermöglichen will, Musizieren, Tanzen und Singen zu lernen. Die Kreismusikschule Heinsberg, deren Sitz in Erkelenz ist, ist Partnerin der Grundschule.

Erste gute Erfahrungen mit dem "JeKits"-Programm hat die Kreismusikschule bereits an drei Grundschulen in Hückelhoven und einer in Übach-Palenberg sammeln können. Jetzt ist der erste Standort in Erkelenz hinzugekommen, worüber sich die Leiterinnen der Grundschule, Ulrike Neuenhofer, und der Kreismusikschule, Gerda Mercks, freuen.
In einem Klassenraum im Erdgeschoss der Grundschule am Salierring werden eine Geige und ein Geigenbogen herumgereicht. Vorsichtig können die Zweitklässler an diesem Vormittag erste Kontakte zu diesem Instrument aufbauen. Sie dürfen es halten und einmal probieren, was passiert, wenn sie mit dem Bogen über die vier Saiten der Geige streichen. Im ersten "JeKits"-Jahr erhält jede zweite Klasse wöchentlich eine zusätzliche Stunde Musikunterricht, die gemeinsam von einer Musikschul- und einer Grundschullehrkraft gegeben wird. "Daran nehmen alle Kinder automatisch teil", erklärt Mercks. Seit diesem Schuljahr werden sie von Sonja Konietzko (Hetzerath), Elke Egyptien (Salierring) sowie Astrid van Dierendonck (Musikschule) unterrichtet. Nach und nach lernen die Grundschüler bei ihnen unterschiedliche Instrumente kennen, aber auch über das Singen und Tanzen vermitteln ihnen die Lehrerinnen einen Zugang zur Musik. "Unser für ,JeKits' gewählter Schwerpunkt soll aber das Instrument sein", sagt Ulrike Neuenhofer. Während am ersten, kostenfreien Projektjahr alle Zweitklässler teilnehmen, ist das zweite Projektjahr freiwillig. Im dritten Schuljahr können die Kinder in Kleingruppen ein Instrument erlernen, müssen dafür aber auch bezahlen. Außerdem werden sie dann in einem Schulorchester mitspielen, welches aufgebaut wird, das aber wiederum kostenfrei ist. Das ganze "JeKits"-Programm wird vom Land Nordrhein-Westfalen unter Beteiligung der Kommunen und der teilnehmenden Familien finanziert und über eine in Bochum ansässigen Stiftung organisiert.
"Nach den Osterferien können sich die Kinder des jetzigen zweiten Schuljahres mit ihren Eltern entscheiden, ob sie im dritten Schuljahr ein Instrument erlernen möchten", erklärt Neuenhofer den Übergang zum zweiten "JeKits"-Jahr. Zunächst einmal sollen alle denkbaren Instrumente zur Wahl gestellt werden, jedoch zeigt Mercks zufolge die Erfahrung, dass sich meist schnell vier oder fünf Instrumente herauskristallisieren, auf die sich die Kinder verständigen und die dann im zweiten "JeKits"-Jahr in Kleingruppen unterrichtet werden. Dafür gehen Lehrer der Kreismusikschule in die jeweilige Grundschule. Leihinstrumente werden von der Musikschule kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Für die Klasse 2a der Luise-Hensel-Schule geht an diesem Vormittag mit dem Gong die zusätzliche Musikstunde zu Ende. Die Grundschüler haben die Geige kennengelernt, und Musikschullehrerin van Dierendonck stellt fest, dass das eine oder andere Kind dazu einen raschen Zugang gefunden habe. Vielleicht werden diese Kinder im nächsten Schuljahr, ihrem zweiten "JeKits"-Jahr, den Instrumentalunterricht besuchen. Mercks berichtet, dass bislang immer rund ein Drittel der Zweitklässler im dritten Schuljahr weitergemacht hätte. Und Ulrike Neuenhofer fügt an: "Dies wäre auch unser Ziel."
(Quelle: RP vom 30.01.2018)

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