Aktuelles aus unseren Vereinen

Di

11

Sep

2018

Das Publikum liebt Rjabinuschka

Der Rjabinuschka-Frauenchor erfreute bei der Jubiläumsveranstaltung mit eigenen Beiträgen.               Foto: Jürgen Laaser
Der Rjabinuschka-Frauenchor erfreute bei der Jubiläumsveranstaltung mit eigenen Beiträgen. Foto: Jürgen Laaser

 

Erkelenz Der deutsch-russische Frauenchor Rjabinuschka feierte das 25-jährige Bestehen. Die Stühle reichten nicht aus, so viele Besucher zeigten ihre Wertschätzung für den Chor, der im Kulturleben der Stadt einen besonderen Akzent setzt.

 

Von Kurt Lehmkuhl

 

Von den Besuchern geradezu überrannt wurde der deutsch-russische Frauenchor Rjabinuschka bei seinem Jubelfest aus Anlass des 25-jährigen Bestehens. Immer wieder mussten weitere Stühle in den proppenvollen Saal des Martin-Luther-Gemeindehauses in Erkelenz herangeschleppt werden, um allen Gästen einen Platz geben zu können. Der große Andrang zeigt die Wertschätzung dieses Chores, der 1993 offiziell als Verein von russisch-deutschen Übersiedlern im Bauxhof gegründet worden war.

„Erkelenz ist für die Sängerinnen zur neuen Heimat geworden“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Walter von der Forst in seinem Grußwort anstelle des verhinderten Schirmherrn, Bürgermeister Peter Jansen. „Sie bekunden dabei immer in ihren Liedern, dass sie ihre alte Heimat nicht vergessen haben.“ Und das sei gut, denn so würde eine Brücke der Erinnerung gebaut. Für Schirmherr Wilfried Oellers (CDU-MdB) stellt der Chor eine „lebendige Integrationsgeschichte“ dar, die vorbildhaft sei. „Die Sprache der Musik verbindet.“ Die Sängerinnen hätten mit ihren Liedern einen Teil der alten in die neue Heimat hinübergetragen.

Der ehemalige Ratsherr Heinz Musch, der das Geschehen im Übergangsheim Bauxhof von der ersten Stunde an begleitet hat, erinnerte sich daran, dass immer viel gesungen wurde bei den Übersiedlern. „Das Singen befreit, die Sorgen werden geringer.“ Aus diesem Beginn sei der Chor Rjabinuschka geworden, der mit seinem Gesang diese Erinnerung ins Bewusstsein der Zuhörer trage, wenn er in seinen Liedern von Russland, der Heimat und der Liebe singe. Der Chor sei ein engagierter Mitstreiter im Städtischen Musikbund, sagte die Vorsitzende Karin Heinze. Ohne ihn wäre die Kulturlandschaft in Erkelenz ein großes Stück ärmer. Pfarrer Günther Jendges als Hausherr des evangelischen Gemeindezentrums, in dem der Chor von Beginn an jeweils mittwochs probt, bezeichnete Rjabinuschka als Botschafter im mehrfachen Sinne. So sei der Chor unter anderem Botschafter der Musik, Botschafter der Integration und vor allem auch ein hervorragender Botschafter der Stadt Erkelenz.

Trotz der vielen Grußworte kam der Gesang beileibe nicht zu kurz. Neben Rjabinuschka mit heiteren und melancholischen Liedern in Russisch und Deutsch wirkten die befreundeten Chöre Borussia Baal, Nostalgie aus Wiehl und Raduga aus Mönchengladbach mit und ließen die Zuhörer klatschen, singen und tanzen.

 

Der Name Rjabinuschka bedeute Eberesche und Vogelbeere, erklärte Chorleiterin Nadeshda Reder und stünde in Russland für die Eigenschaften der Frauen, nämlich Liebe, Treue und Fürsorge, „und er bringt Glück und Erfolg“. Ergänzt wurden ihre Worte von Minna Bersuch, die von Beginn an dabei ist und wie alle Chormitglieder in Erkelenz und der Region heimisch geworden ist. Erkelenz habe die Übersiedler mit großer Freundlichkeit aufgenommen. „Dafür waren und sind wir sehr dankbar, und wir haben auf vielfältige Weise versucht und hoffentlich auch geschafft, eine Bereicherung für diese Stadt zu sein, die nun unsere Heimat geworden ist.“

 

Bersuchs Hoffnung, dass dieses Jubiläum nicht das letzte des Chores sein möge, ist berechtigt. Denn nicht nur der rund 20-köpfige Frauenchor Rjabinuschka sang zur Freude der Besucher, „verstärkt“ wurde er vom wachsenden Chor der Enkelinnen.

 

 

Do

02

Aug

2018

Ein musikalischer Brückenbauer / Chor besteht seit 25 Jahren

Ein Foto aus den Anfangsjahren – heute hat sich der Chor Rjabinuschka einen Namen gemacht.
Ein Foto aus den Anfangsjahren – heute hat sich der Chor Rjabinuschka einen Namen gemacht.

Erkelenz Das erste Konzert fand am 2. April 1993 statt. Heute blickt der Chor Rjabinuschka auf stolze 25 Jahre zurück. Das Jubiläum wollen die Sängerinnen im September gebührend feiern.

 

Von Kurt Lehmkuhl

 

Als „Botschafter der Integration“, als „musikalischer Brückenbauer zwischen Menschen“ und als ein „kulturelles Aushängeschild von Erkelenz“ ist der Chor unter anderem bezeichnet worden, der vor 25 Jahren zum ersten Mal mit einem eigenen Konzert an die Öffentlichkeit getreten ist.

„Das war am 2. April 1993 bei einem Fest im Lahey-Park“, erinnert sich Margret Fügener, die diesen Chor seit Anbeginn kennt. Kein Wunder, schließlich war Margret Fügener im Auftrag der Stadt Erkelenz damals für die Sozialarbeit im Übergangsheim für russland-deutsche Aussiedler im Bauxhof verantwortlich. „Es war zwar unter anderem unsere Aufgabe, die Neubürger mit unseren Gebräuchen und unserer Kultur vertraut zu machen, zugleich wollten wir aber auch, dass sie ihre Heimat und ihre Wurzeln nicht vergessen.“ Sie hatte viele Aktionen im Bauxhof in die Wege geleitet, die nachhaltig Integration förderten. Eine dieser Aktionen war die Bildung einer Frauengruppe. Darin wurde über alle möglichen Themen gesprochen. „Aber am Ende jedes Treffens wurde gesungen“, meint Margret Fügener.

„Das ist bei uns so“, erläuterte Ludmilla Kuntz, die zu dieser Frauengruppe gehört. „Wir müssen immer singen, von der Heimat, von der Liebe, vom Glück und vom Tod.“ Da war der Schritt zu einem Frauenchor nicht mehr weit, zumal mit der Musiklehrerin Nadeshda Reder auch eine kundige Dirigentin in den Erkelenzer Bauxhof eingezogen war. „Wir haben zunächst mit 15 Frauen als Chor angefangen“, erinnert sich Minna Bersuch, die mit ihrer Familie ebenfalls zu den ersten Ankömmlingen im Übergangsheim gehörte. Aus dem Wolgagebiet, aus Sibirien, aus Kasachstan oder Kirgistan kamen die Übersiedler, die sich erst im Bauxhof kennenlernten.

„Aber Musik verbindet und tröstet, auch wenn die Lieder aus der früheren Heimat oft melancholisch sind.“ Magret Fügener sah durchaus den therapeutischen Aspekt des Gesangs und sie erkannte die Möglichkeit, den Frauenchor aus dem Bauxhof als Beispiel für Integrationsarbeit zu nutzen. „Wer als Chor im Bauxhof singt, kann auch draußen singen, selbst wenn sich der Gesang für die Einheimischen vielleicht anfangs exotisch anhört.“ Schnell sprach sich in der Region herum, über welche Qualität der Chor verfügte, und so konnte er sich bald über zahlreiche Auftrittsmöglichkeiten freuen.

 

INFO
Im September wird gefeiert

Das 25-jährige Bestehen feiert Rjabinuschka am Samstag, den

8. September, im Martin-Luther-Gemeindehaus an der Mühlenstraße in Erkelenz. Zunächst gibt es um 16 Uhr bei freiem Eintritt ein Konzert, zu dem der Frauenchor als Gäste den Chor „Nostalgie“ aus Wiehl bei Gummersbach und das A-Capella-Ensemble „Salonchörchen“ aus Erkelenz eingeladen hat. Danach findet ein geselliges Beisammensein mit allen Akteuren und Besuchern statt. Der Chor hofft bei seinem Jubiläumsfest auf Spenden, durch die das in die Jahre gekommene, altersschwache Bajan durch ein neues ersetzt werden kann.

(Rheinische Post 30.07.2018)

Di

29

Mai

2018

Viele Jahrzehnte musikalische Leidenschaft

Karl-Heinz Wawrzinek (l.) und Heinz-Leo Steins (r.) ehrten langjährige Mitglieder im Städtischen Musikverein. Foto: Laaser
Karl-Heinz Wawrzinek (l.) und Heinz-Leo Steins (r.) ehrten langjährige Mitglieder im Städtischen Musikverein. Foto: Laaser

Erkelenz Die Generalversammlung nahm der Städtische Musikverein Erkelenz zum Anlass, um verdiente Mitglieder auszuzeichnen. Dies nahmen der Vorsitzende Karl-Heinz Wawrzinek und dessen Stellvertreter Heinz-Leo Steins vor. Bereits 50 Jahre dabei sind Marlene Klotz (Horn), Annerose Schimmelbauer (Schlagwerk), Gudrun Steins (Tuba) und Annemarie Wawrzinek. 30 Jahre gehört dem Musikverein Andreas Lua (Saxophon) an, 25 Jahre Carolin Keller (Klarinette) und Frauke Wilms (Trompete).

20 Jahre musizieren dort bereits Wiebke Klotz (Klarinette) und Alena Ullmann (Flöte) sowie zehn Jahre Anna Brockers (Klarinette), Marvin Dürbaum (Schlagwerk), Tim Marx (Trompete), Hannah Menke (Klarinette), Thomas Nussbaum (Schlagwerk), Sascha Raser (Trompete), Julian Rauschen (Saxophon) und Kai Reuter (Posaune).

(Rheinische Post 29.05.2018)

Di

08

Mai

2018

Neu-Erkelenzer entdecken Heimat

Erkelenz Immer am letzten Samstag im April laden Stadt und Heimatverein die Neu-Erkelenzer zu einem Informationstag ins Alte Rathaus ein. Diesmal waren es rund 60 Neubürger, die von Bürgermeister Peter Jansen und Heimatvereinsvorsitzendem Günther Merkens zum gemütlichen Frühstück begrüßt werden konnten. Das Publikum war bunt gemischt, auch wenn Jansen mit Blick auf den Zuzug der vergangenen Jahre feststellte, dass sich besonders viele junge Familien "von Erkelenz angezogen" fühlen.

Dass es im Stadtgebiet 26 Kindertagesstätten, 13 Schulen, ein flächendeckendes Ganztagsangebot, unzählige Sportstätten und viele Freizeitangebote gibt, erstaunte so manchen Gast. "Erkelenz hat für alle Generationen viel zu bieten", betonte Jansen. Auf die lokale Wirtschaft und "das große Thema", den Tagebau Garzweiler II, die langfristigen Planungen für die Region und den Klimaschutz ging er ebenfalls ein. Und mit dem Hinweis "Erkelenz feiert gern" lenkte Jansen den Blick auf die anstehenden Stadtfeste wie den Lambertusmarkt und das Public Viewing zur Fußball-Weltmeisterschaft. "Bei uns muss niemand für sich allein bleiben."

Dass sich jeder einbringen oder einfach die Angebote für sich nutzen kann, betonten auch Karin Heinze, Vorsitzende des Stadtmusikbundes, und Daniel Schwarz, Vorsitzender des Stadtsportverbandes Erkelenz. Sie stellten die örtlichen Musik- und Sportvereine vor. Und Günther Merkens nutzte die Gelegenheit, den Heimatverein, dessen Arbeitskreise und Aktionen vorzustellen, bevor er den Neubürgern die wechselvolle "Geschichte der Stadt im Zeitraffer" schilderte, dem sich ein historischer Stadtrundgang mit den Stadtführern Christian Fabry, Hubert Rütten und Heinz Musch anschloss.
(Rheinische Post vom 08. Mai 2018)

Fr

04

Mai

2018

Die Gospelfreude weitergeben

Etwa 130 Gospelenthusiasten gaben in der evangelischen Kirche in Erkelenz ein Konzert, nachdem sie einen dreitägigen Gesangsworkshop besucht hatten. FOTO: Ruth Klapproth
Etwa 130 Gospelenthusiasten gaben in der evangelischen Kirche in Erkelenz ein Konzert, nachdem sie einen dreitägigen Gesangsworkshop besucht hatten. FOTO: Ruth Klapproth

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erkelenz. Zum sechsten Mal erlebte der Workshop der evangelischen Kirchengemeinde und des Gospelchores rejoiSing großen Zuspruch. 130 Sänger gaben ihre Stimmen für das Abschlusskonzert, das die Zuhörer begeisterte.

 

Von Katrin Schelter

Sonntagabend fand in der evangelischen Kirche am Martin-Luther-Platz das Abschlusskonzert des sechsten Erkelenzer Gospelworkshops statt. Das Angebot der Gemeinde und des Gospelchores rejoiSing vereinte ein Wochenende lang etwa 130 Gospelenthusiasten über ihre Leidenschaft zu den "gesungenen Gebeten". Unter der Leitung von Martin Fauck, Ellen Nierhaus und Timo Merki hatten sich 90 Teilnehmer gemeinsam mit 35 rejoiSing-Sängern zehn wundervolle Gospels erarbeitet - und begeisterten nun rund 200 "Ohrenzeugen" mit den Früchten ihrer gesanglichen Arbeit.

Der riesige Chor begann den Abend mit "Every Praise" und "Come ever reign". Ellen Nierhaus dirigierte anschließend "How great is our God", das Besuchern der rejoiSing-Konzerte bereits als grandioses Mitsinglied bekannt war. Für das nächste Lied wäre gar keine große Ankündigung nötig gewesen, schließlich ist der Refrain von "Ain't no mountain high enough" weitgehend geläufig. Hier gaben Silke Wimmers, Sandra Nopper und Phillipp Hanuschik die Strophen zum Besten und verbreiteten mit dem lebens- und liebesbejahenden Text gute Laune.

Vergleichsweise sanfte Töne wurden bei "The Corinthian Song" angeschlagen, hier überzeugte vor allem Dirk Stevens mit seinem gefühlvollen Solo. Auf den "Old Church Choir" folgte "Mercy is falling" aus dem Repertoire von rejoiSing, Solist Gerald Zirbes nutzte die Gelegenheit, das Publikum zum Mitmachen zu bewegen. "Es wäre cool, wenn wir aus 130 Sängern 330 machen könnten", sagte er lachend - das Publikum leistete seiner charmanten Aufforderung Folge und brachte mit den Sängern die Kirche im positivsten Sinne zum Beben.

Nach dem peppigen "I can go to God in Prayer" kündigte Ellen Nierhaus bereits das letzte Lied des Programms an. Das Publikum gab bei "I am Miracle" noch einmal alles, um die Sänger zu unterstützen, und verlangte im Anschluss lauthals nach einer Zugabe - die in Form von "Every Praise" gerne gewährt wurde. Mit dem gesungenen Segen "Holy is the lamb" setzte der große Chor einen stimmgewaltigen und passenden Schlusspunkt unter das tolle Konzert und den gelungenen Workshop.

Der Gospelworkshop begann am Freitagnachmittag mit einer Einführung in Chordynamik, Dirigat und die Vielfältigkeit des Gospel an sich. Unter den Teilnehmern gab es auch viele, die seit der ersten Auflage des Workshops mit Feuer und Flamme dabei sind. "Wir wollten ein möglichst großes Spektrum abdecken, von der Atmosphäre der Lieder bis hin zu ihrem Niveau und Anspruch", erläuterte Merki die Songauswahl.

Einige Stücke seien recht leicht einzuüben, "I Am Miracle" aber sei durch die große Menge an Text in der Kürze der Zeit schwieriger zu erarbeiten gewesen. "Uns war wichtig, dass der Spaß an oberster Stelle steht", lobte Merki wie seine Kollegen die durchweg tolle Stimmung unter den Teilnehmern. Geprobt wurde in der evangelischen Kirche und in den Räumen des Gemeindezentrums.

"Es war faszinierend mitzuerleben, wie aus 130 Individuen ein Chor, eine große Gemeinschaft wird", fasste Merki das Wochenende zusammen. Wie bei Veranstaltungen von rejoiSing üblich, wurde nicht nur die Liebe zum Gospel weitergegeben, sondern auch der gute Zweck unterstützt. So wurden am Ende des Konzerts Spenden für den ambulanten Hospizdienst Regenbogen gesammelt. Es kamen 1130 Euro zusammen.
Quelle:(Rheinische Post vom 1. Mai 2018)
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INFO
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Gospelgesang spricht die Generationen an

Sänger
Die Teilnehmer waren mindestens so facettenreich wie die verschiedenen Gospel, die sie am Wochenende erlernten.
Allein das Alter der Teilnehmer reichte von den zehn Jahren des jüngsten Mitglieds Henrik Fauck bis zu 69 Jahren Lebenserfahrung.

Musiker
Für die instrumentale Unterstützung sorgte die rejoiSing-Band mit Bernhard Hocks (E-Gitarre), Christian Schmitz (Bass), Patrick Theil (Schlagzeug), Martin Fauck (Chorleiter/Keyboard).

Di

24

Apr

2018

Jubiläumskonzert mit Freunden

Die Männerchöre Städtischer Gesangsverein Erkelenz, Cäcilia Vorst und Concordia Lövenich traten unter dem Dirigat von Gabriele Köhler in den Räumen der Kreissparkasse in Erkelenz auf. Am Piano begleitet wurden sie von Gabriele Kortas-Zens. FOTO: Laaser
Die Männerchöre Städtischer Gesangsverein Erkelenz, Cäcilia Vorst und Concordia Lövenich traten unter dem Dirigat von Gabriele Köhler in den Räumen der Kreissparkasse in Erkelenz auf. Am Piano begleitet wurden sie von Gabriele Kortas-Zens. FOTO: Laaser

Erkelenz. Einer der ältesten Chöre im Rheinland, der Städtische Gesangverein Erkelenz, feierte sein 175-jähriges Bestehen mit einem Konzert, in das musikalische Freunde einbezogen wurden. Es war ein schöner Tag.

 

Von Kurt Lehmkuhl

Bürgermeister Peter Jansen als Schirmherr und Hausherr Thomas Giessing freuten sich mit dem Städtischen Gesangverein Erkelenz, dass zu dessen Jubiläumskonzert aus Anlass des 175-jährigen Bestehens so viele Besucher in die Kundenhalle der Kreissparkasse am Dr.-Eberle-Platz gekommen waren. Das zeige die Wertschätzung, die dem "Städtischen" in Erkelenz entgegengebracht werde, meinte Jansen. Das Ziel des Gesangvereins vor 175 Jahren bei der Gründung gelte auch heute noch, nämlich das Kulturgut Musik zu fördern. "Die Herren des ,Städtischen' sind immer unterwegs, um zu helfen und sich durch ihren Gesang für die Gemeinschaft zu engagieren." Die Sänger seien mit viel Freude an der Musik unterwegs, und er hoffe, "dass man sich bei der einen oder anderen Gelegenheit wiedersieht".

Die Hoffnung teilen die Sänger gerne, aber sie leben in einer schwierigen Zeit mit Überalterung und sinkender Mitgliederzahl. Vielleicht fühlt sich der eine oder andere nach dem Konzert motiviert, sich doch noch dem "Städtischen" anzuschließen. Der Verein, der zu einem der ältesten Chöre im Rheinland gehört, ist längst schon eine Chorgemeinschaft mit dem Männergesangverein Concordia Lövenich eingegangen, und auch die Mitglieder des MGV Cäcilia Vorst unterstützten ihn beim Konzert, das unter der Gesamtleitung von Chordirektorin Gabriele Köhler stand. Mit der Klavierbegleitung von Gabriele Kortas-Zens trugen die rund 30 Sänger nicht nur klassische Lieder vor, sondern auch solche aus der Zauberflöte von Mozart oder das bekannte "My Way".
Moderator Heribert Jackels, der die Besucher in dem "wunderschönen Raum, der einem besonderen Konzert ein besonderes Ambiente verleiht", begrüßte, kündigte nicht nur den Jubilar an, sondern auch dessen Gäste und Mitstreiter. Dadurch erhielt das Konzert eine abwechslungsreiche Note, die weit über die Grenzen des Männergesangs hinausging. Der im Bauxhof von 25 Jahren von deutsch-russischen Übersiedlerinnen gegründete Frauenchor Rjabinuschka erhielt stürmischen Beifall für seine Lieder in russischer und deutscher Sprache. Der Chor ist längst zum Botschafter der Integration und zu einem kulturellen Aushängeschild von Erkelenz geworden. Ganz andere Töne schlug das Mandolinenorchester Rurperle Hilfarth an. Dirigent Will Cremes führte das Ensemble souverän durch die Stücke, die er größtenteils auch selbst arrangiert hat. Ihm gelang es sogar, das Publikum zum Mitsingen und Mitsummen zu motivieren, wenn etwa "Die kleine Kneipe" oder beliebte Kölner Melodien erklangen.

Das kurzweilige Programm endete mit einem gemeinsamen Auftritt der Männerchöre und dem Mandolinenorchester. "Ein schöner Tag" brachten sie in ihrem Schlusslied zu Gehör mit der Aufforderung ans Publikum, kräftig mitzusingen. Es war in der Tat ein schöner Tag für den "Städtischen" und seine Besucher, der mit ein wenig Wehmut endete. Denn niemand weiß, ob der Männergesangverein auch sein nächstes Jubiläum wird feiern können oder ob dieses Konzert eines seiner letzten großen gewesen ist.
(Quelle: Rheinische Post vom 24.04.2018)


INFO

Kundenhalle soll auch ein Bürgerhaus sein

Kultur Die Kundenhalle der Kreissparkasse entwickelt sich mehr und mehr zu einem Veranstaltungsort. Das sei auch die Absicht, die beim Neubau bezweckt worden sei, erklärte Filialleiter Kristian Lanske am Rande des Konzerts. Die Kundenhalle solle auch Bürgerhaus sein.

Kontakt Gerne können sich Vereine an die Kreissparkasse wenden, wenn sie im Herzen der Stadt Erkelenz einen Ort für ihre Veranstaltung suchen.

Mi

18

Apr

2018

Männerchor singt seit 175 Jahren

Die Chormitglieder Horst Beck (v.l.), Peter Goertz, Günter Hoffmann und Heinz Dickert sprechen über die Zukunft des Städtischen Gesangvereins 1843 Erkelenz. Foto: kule
Die Chormitglieder Horst Beck (v.l.), Peter Goertz, Günter Hoffmann und Heinz Dickert sprechen über die Zukunft des Städtischen Gesangvereins 1843 Erkelenz. Foto: kule

 

Erkelenz. Mit einem Konzert feiert der Städtische Gesangverein 1843 Erkelenz sein Jubiläum, das allerdings auch mit Sorgen verbunden ist: Es fehlt an Nachwuchs. Die Hoffnung aber ist, mit dem Konzert neue Sänger ansprechen zu können.

 

Von Kurt Lehmkuhl

 

Mit einem Konzert feiert der "Städtische" in wenigen Tagen sein stattliches Jubiläum. Der Männergesangverein aus Erkelenz wird 175 Jahre alt und zählt damit nach eigenen Angaben zu den ältesten Männerchören in Nordrhein-Westfalen. Doch ist das Jubiläum nicht nur mit Freude, sondern auch mit Melancholie verbunden. "Es dürfte unser letztes sein", bedauert etwa Heinz Dickert, der Kassierer des Städtischen Gesangvereins 1843 Erkelenz. "Wir sind nur noch 13 Aktive", erklärt der stellvertretende Vorsitzende Horst Beck. "Ohne unsere Chorgemeinschaft mit dem Männergesangverein Concordia Lövenich wäre ein Auftreten fast nicht möglich."

Neben der geringen Zahl der Sänger ist es vor allem die Altersstruktur, die dem "Städtischen" zu schaffen macht. Nur die Hälfte der Mitglieder ist jünger als 80 Jahre alt, drei haben die 70 noch nicht erreicht. Peter Goertz, der seit fünf Jahren Vorsitzender des Vereins ist, beklagt ein Phänomen, unter dem viele Vereine zu leiden haben: "Uns fehlt der Nachwuchs."

Und es hat nicht den Anschein, als könne es noch einmal einen Aufschwung geben, der den "Städtischen" zum 200-jährigen Bestehen treibt. "Unser Hoffnung, dass nach dem Ende des Männergesangsvereins in Holzweiler und dem des Wirth-Werkschors ,Glück Auf' neue Sänger zu uns stoßen, hat sich nicht erfüllt", bedauert Günter Hoffmann, der vormalige Vorsitzende.

Seit 2011 besteht die Chorgemeinschaft mit den Freunden aus Lövenich. Dadurch kommt der vierstimmige Männerchor auf 25 Sänger. Ob es jemals mehr werden? "Vielleicht gibt uns ja das Jubiläumskonzert einen neuen Schub und wir gewinnen dadurch neue Mitglieder", hofft Goertz.

Es gebe nicht nur einen Grund, warum der "Städtische" langsam und anscheinend unaufhaltsam zu seinem Ende gelangen wird. "Die Jugend hat kein Interesse", glaubt Dickert zu wissen. "Ein Männerchor mit vier unterschiedlichen Stimmlagen ist schon anspruchsvoll und verlangt akribisches Üben." Aber es sei nicht einfach, dafür junge Menschen zu begeistern.

"Sie wollen Abwechslung. Und sie wollen sich nicht an einen Verein binden." Dickert sieht daher zwei Aspekte: Zum einem drängen interessierte Sänger in Projektchöre, zum anderen geht das Interesse an einer Mitgliedschaft in Vereinen verloren. Für Beck gibt es noch einen anderen Grund für den Niedergang der klassischen Männerchöre: Viele bekannte und beliebte, vor allem moderne Lieder sind in Englisch oder anderen Sprachen. Damit sind viele Sänger überfordert. "Dabei haben wir so viel deutsches Liedgut. Das verschwindet mit der Zeit, wenn auch die Männerchöre verschwinden."

Der "Städtische" in den 1980er Jahren vor haus Spiess. Am Samstag feiert der Männergesangverein sein 175-jähriges Bestehen. FOTO: VEREIN
Der "Städtische" in den 1980er Jahren vor haus Spiess. Am Samstag feiert der Männergesangverein sein 175-jähriges Bestehen. FOTO: VEREIN

Die Suche nach einem Weg, der in eine sichere Zukunft führt, gestaltet sich schwierig. Es bestehen Zweifel bei den Vorstandsmitgliedern, ob ein Wandel zu einem zweistimmigen Chor "auf kleiner Flamme" langfristig Erfolg bringt. Oder sollte der "Städtische" als eine Art übergeordnete Instanz fungieren, unter deren Dach sich Männerchöre und Männer aus Kirchenchören zusammenfinden? Oder liegt die Zukunft in einem gemischten Chor? Fragen, die der Verein diskutiert, auf die er aber noch keine Antworten hat.

Das 175-Jährige ist nicht das einzige Jubiläum, das nicht unbedingt unter einem guten Stern steht. Sowohl das 75-jährige Bestehen als auch das 100-Jährige konnten nicht gefeiert werden, weil es in die Zeiten der Weltkriege fiel. Das 125. Stiftungsfest in der Stadthalle, von dem sich der "Städtische" eine Initialzündung für einen neuen Aufschwung erhofft hatte, brachte 1968 nicht den gewünschten Erfolg.

Zeitweise gab es überhaupt keine Konzerte mehr. Doch hangelte sich der "Städtische" immer wieder durch die Zeit, veranstaltete auch Gemeinschaftskonzerte, um jetzt, im Jahr des 175-jährigen Bestehens, wieder vor einer Zäsur und der bangen Frage zu stehen: Ist das unser letztes Jubiläum?

(Quelle: Rheinische Post vom 18.04.2018)

So

15

Apr

2018

Symphonische Blasmusik vom Feinsten

So

15

Apr

2018

100 Stimmen in der Aula und die Stimmung ist "very british"

Eine beeindruckende Chorgemeinschaft: "Male Voice Choir" und „Ladies Choir" aus Hartlepool.  Im Mai laden sie zu einem kostenlosen Konzert in die Hückelhovener Aula ein. Foto: Stefan Jennessen
Eine beeindruckende Chorgemeinschaft: "Male Voice Choir" und „Ladies Choir" aus Hartlepool. Im Mai laden sie zu einem kostenlosen Konzert in die Hückelhovener Aula ein. Foto: Stefan Jennessen

Großes Konzert von zwei Chören aus Hückelhovens Partnerstadt Hartlepool

 

Hückelhoven.

In Hückelhoven dürfen sich Musikfreunde im Frühjahr über ganz besondere musikalische Gäste aus dem Ausland freuen.
100 Sängerinnen und Sänger des englischen Männerchores "Hartlepool Male Voice Choir" und des Frauenchores "Hartlepool Ladies Choir" werden am Samstag, 26. Mai um 18 Uhr ein Gastkonzert in der Aula des Gymnasiums Hückelhoven geben.
Die Chöre aus Hückelhovens Partnerstadt Hartlepool nehmen nicht nur eine weite Reise aus dem Norden Englands auf sich,
sondern wollen mit ihrem Besuch auch ein symbolträchtiges Zeichen setzen. Die Botschaft, die die Sängerinnen und Sänger im Herzen
tragen, lautet "Der Weg zu einem Freund ist nie zu weit" („The way to a friend 'is never too far”).
Auf dem Programm des Abends stehen britische Traditionsmelodien, berührende Filmmusik und historische Gedenklieder.
Die musikalische Gesamtleitung liegt in den Händen von David Gibson.


Queen unterhalten


Beide renommierten und mehrfach ausgezeichneten Chöre traten sogar schon mehrfach anlässlich feierlicher Gedenkzeremonien
für den Ersten und Zweiten Weltkrieg in der Royal Albert Hall in London auf, wo sich auch mehrfach Queen Elizabeth II.
und Teile des englischen Königshauses im Publikum befanden. Die Chöre gestalten nicht nur das gesamte gesellschaftliche Leben
in ihrer Heimatstadt Hartlepool zu allen Jahreszeiten regelmäßig mit, sie sind auch das musikalische Herz dieser wunderschönen
und malerischen nordenglischen Hafenstadt und werden von jedermann geschätzt. Für ihre Reise nach Hückelhoven gaben sie sogar in
Hartlepool mehrere Konzerte unter dem Titel „From Hartlepool to Hückelhoven Reviewing Friends", um mit ihrer Heimat die Vorfreude zu teilen.

Die Stadtverwaltungen beider Städte zeigen sich zutiefst von der eigenverantwortlichen Initiative der Chöre berührt, die deutsch-englische Partnerschaft auf diese musikalische Art und Weise weiterleben zu lassen.
Für jeden Geschmack ist am 26. Mai in der Aula etwas dabei, „very british" und „very amused".
100 geballte und top ausgebildete englische Stimmen in Form eines großen Gemeinschaftschores hört man nicht alle Tage in Hückelhoven.
Die musikalische Darbietung in Hückelhoven ist für Julia Waller, die Vorsitzende des Hartlepooler Frauenchores, ein Geschenk als Dank  für die „unvergesslichen Zeiten und einzigartigen gemeinsamen Erlebnisse", die viele Hartlepooler über 40 Jahre lang im Zuge der seit 1973 bestehenden Städtepartnerschaft bei ihren Freunden und Bekannten in Hückelhoven erfahren durften. Mick Waller, Geschäftsfiührer des Hartlepooler Männerchores, drückt es darüberhinaus so aus: „Die neuen, besonders musikalischen Begegnungen zwischen Hückelhoven und Hartlepool trugen zweifelslos zur Schaffung eines ganz neuen Deutschlandbildes in unserer Region bei. Beide Seiten bauten damals besonders dank musikalischer Gemeinsamkeiten Vorurteile ab und enge persönliche Beziehungen auf."

Machen in Hartlepool Werbung fur das Konzert ın der Partnerstadt (v.l.n.r.): Julıa Waller, die Vorsitzende des "Ladies Choir Hartlepool", Stefan Jennessen, der Vorsitzende des deutschen Männerchores Kleingladbach und Mitorganisator sowie Mick Waller, Gesc
Machen in Hartlepool Werbung fur das Konzert ın der Partnerstadt (v.l.n.r.): Julıa Waller, die Vorsitzende des "Ladies Choir Hartlepool", Stefan Jennessen, der Vorsitzende des deutschen Männerchores Kleingladbach und Mitorganisator sowie Mick Waller, Gesc

 

Beitrag zur Völkerverständigung

Besonders die Liebe zum Gesang war es, die den Hartlepooler Männerchor 1973 mit dem MGV „Eintracht” 1888 Kleingladbach und dem
MGV „1923 Hückelhoven" (heute: MGV „Eintracht“ Hückelhoven-Kleingladbach) zusammenbrachte. Das musikalische Band der Freundschaft
wurde so eng geknüpft, dass man sich Jahrzehnte lang jedes Jahr abwechselnd besuchte. Mögen sich diese Kontakte zwischen Hückelhoven und Hartlepool seit 2008 noch auf die private Initiative verschiedener Hückelhovener und Hartlepooler Familien beschränken, so blicken die Hartlepooler "Sängerinnen und Sänger stolz auf ihre gemeinsame musikalische Vergangenheit mit Hückelhoven zurück.
Für sie ein maßgeblicher Beitrag zur Völkerverständigung in einem sich vereinigenden Europa.
Stefan Jennessen, 23 Jahre lang Vorsitzender des MGV „Eintracht“ Hückelhoven-Kleingladbach und Mitorganisator des Besuchs, betont:
„Genau dieser Pflicht gilt es heute nachzukommen, um für das Wohl europäischer Städtepartnerschaften weiterhin Sorge zu tragen,
damit wir als neue Generation Europas nicht vergessen, dass uns die erste Generation dieser Partnerschaft heute zwischenstaatliche
Freundschaft unter jungen Menschen zweier Kulturen und Nationen geschenkt hat."
Auch für ihn sei der Weg nach Hartlepool „nevertoo far", da man jedes Mal schnell neue Bekanntschaften in Hartlepool knüpfen könne, sobald man dort erzählt, dass man aus Hückelhoven komme.

Stefan Jennessen: „All diejenigen, die wissen, was grenzüberschreitende Freundschaft bewirken kann und erfahren wollen wie 100 Vereinte englische Stimmen berühren können, sind herzlich im Namen des MGV "Eintracht" Hückelhoven-Kleingladbach  zu diesem Gastkonzert eingeladen."


Der Einritt zum Konzert am Samstag, 26. Mai, um 18 Uhr ist übrigens frei. (red)

 

(Report am Sonntag 15.04.2018)

So

15

Apr

2018

Frühjahrskonzert des Städtischen Musikvereins

Mi

07

Mär

2018

Musikschule lädt zum offenen Unterricht

Erkelenz. Am Samstag, 17. März: Instrumente hören, sehen und ausprobieren und Musikschülern zuhören.
"Ran an die Musik" lautet das Motto beim offenen Unterricht der Kreismusikschule in Erkelenz, zu welchem für Samstag, 17. März, eingeladen wird. Kinder und Jugendliche können dann von 14 bis 18 Uhr die unterschiedlichsten Instrumente hören, sehen und ausprobieren: Klavier und Keyboard, Blockflöte und Querflöte, Gitarre und Harfe, Violine und Violoncello, Klarinette und Saxophon, Oboe und Fagott, Trompete und Posaune sowie Schlagzeug. Die Veranstaltung findet im Erkelenzer Berufskolleg am Schulring 40 statt.

Warum hat ein Klavier mehr Tasten als ein Keyboard? Gibt es eine passende Querflöte für kleine Finger? Was macht man mit einer halben Geige? Diese und andere Fragen beantworten die Lehrer und freuen sich darauf, Kinder und Jugendliche in die Welt der Musikinstrumente einzuführen und Beratungsgespräche mit den Eltern zu führen. "Alle Fragen rund um den Musikschulunterricht, zum geeigneten Instrument, zur Miete oder zum Kauf eines Instruments werden beantwortet", kündigt Musikschulleiterin Gerda Mercks an. Ungezwungen sollen die Familien durch die Klassen bummeln und alle Instrumente unverbindlich ausprobieren können. "Schnell Entschlossene können bereits nach den Osterferien mit dem Unterricht beginnen."

Um 14 Uhr beginnt am 17. März parallel ein Bühnenprogramm mit Kindern der Musikalischen Früherziehung und ab 14.30 Uhr mit dem JeKits-Orchester der Grundschule Doveren. Um 15 Uhr schließt sich der Kinderchor Kunterbunt an. Ab 15.30 Uhr übernehmen die Instrumentalisten und Sängerinnen solistisch, das Querflötenorchester und Percussiontrio. Für Verschnaufpausen lädt eine Cafeteria ein. Info zu den Angeboten der Kreismusikschule gibt es in deren Geschäftsstelle auch telefonisch unter 02431 5067 und unter www.kreismusikschule-heinsberg.de. Beispielsweise gibt es bereits Kurse für Kinder ab zehn Monaten. Für Erwachsene hat die Musikschule die Zehnerkarte für den Instrumental- und Gesangsunterricht im Angebot. Der Erwerb der Karte berechtigt zum Besuch von zehn Unterrichtsstunden á 30 oder 45 Minuten ohne starres wöchentliches Terminkorsett.

(Rheinische Post 07.03.2018)

Di

30

Jan

2018

Mehr Musik in der Grundschule

Die Klasse 2 a der Luise-Hensel-Schule hat in einer Musikstunde bei Elke Egyptien und Astrid van Dierendonck die Geige kennengelernt. Die Schüler nehmen am "JeKits"-Projekt teil, das die Leiterinnen der Grundschule, Ulrike Neuenhofer (l.), und der Kreismusikschule, Gerda Mercks (3.v.r.), jetzt mit einem eigenen Hinweisschild dokumentieren. FOTO: spe

 

Erkelenz/Hetzerath. Die Luise-Hensel-Schule am Salierring und ihr Teilstandort in Hetzerath nehmen am "JeKits"-Landesprogramm teil, das Schüler ab der zweiten Klasse stärker an das Musizieren heranführen soll.

Von Andreas Speen

Die musikalische Bildung von Kindern wird an der Luise-Hensel-Schule und ihrem Teilstandort in Hetzerath seit diesem Schuljahr besonders gefördert - nach außen hin wird das seit dieser Woche mit Hinweistafeln dokumentiert. Der Schulverbund nimmt an dem landesweiten "JeKits"-Programm teil, das jedem Kind ermöglichen will, Musizieren, Tanzen und Singen zu lernen. Die Kreismusikschule Heinsberg, deren Sitz in Erkelenz ist, ist Partnerin der Grundschule.

Erste gute Erfahrungen mit dem "JeKits"-Programm hat die Kreismusikschule bereits an drei Grundschulen in Hückelhoven und einer in Übach-Palenberg sammeln können. Jetzt ist der erste Standort in Erkelenz hinzugekommen, worüber sich die Leiterinnen der Grundschule, Ulrike Neuenhofer, und der Kreismusikschule, Gerda Mercks, freuen.
In einem Klassenraum im Erdgeschoss der Grundschule am Salierring werden eine Geige und ein Geigenbogen herumgereicht. Vorsichtig können die Zweitklässler an diesem Vormittag erste Kontakte zu diesem Instrument aufbauen. Sie dürfen es halten und einmal probieren, was passiert, wenn sie mit dem Bogen über die vier Saiten der Geige streichen. Im ersten "JeKits"-Jahr erhält jede zweite Klasse wöchentlich eine zusätzliche Stunde Musikunterricht, die gemeinsam von einer Musikschul- und einer Grundschullehrkraft gegeben wird. "Daran nehmen alle Kinder automatisch teil", erklärt Mercks. Seit diesem Schuljahr werden sie von Sonja Konietzko (Hetzerath), Elke Egyptien (Salierring) sowie Astrid van Dierendonck (Musikschule) unterrichtet. Nach und nach lernen die Grundschüler bei ihnen unterschiedliche Instrumente kennen, aber auch über das Singen und Tanzen vermitteln ihnen die Lehrerinnen einen Zugang zur Musik. "Unser für ,JeKits' gewählter Schwerpunkt soll aber das Instrument sein", sagt Ulrike Neuenhofer. Während am ersten, kostenfreien Projektjahr alle Zweitklässler teilnehmen, ist das zweite Projektjahr freiwillig. Im dritten Schuljahr können die Kinder in Kleingruppen ein Instrument erlernen, müssen dafür aber auch bezahlen. Außerdem werden sie dann in einem Schulorchester mitspielen, welches aufgebaut wird, das aber wiederum kostenfrei ist. Das ganze "JeKits"-Programm wird vom Land Nordrhein-Westfalen unter Beteiligung der Kommunen und der teilnehmenden Familien finanziert und über eine in Bochum ansässigen Stiftung organisiert.
"Nach den Osterferien können sich die Kinder des jetzigen zweiten Schuljahres mit ihren Eltern entscheiden, ob sie im dritten Schuljahr ein Instrument erlernen möchten", erklärt Neuenhofer den Übergang zum zweiten "JeKits"-Jahr. Zunächst einmal sollen alle denkbaren Instrumente zur Wahl gestellt werden, jedoch zeigt Mercks zufolge die Erfahrung, dass sich meist schnell vier oder fünf Instrumente herauskristallisieren, auf die sich die Kinder verständigen und die dann im zweiten "JeKits"-Jahr in Kleingruppen unterrichtet werden. Dafür gehen Lehrer der Kreismusikschule in die jeweilige Grundschule. Leihinstrumente werden von der Musikschule kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Für die Klasse 2a der Luise-Hensel-Schule geht an diesem Vormittag mit dem Gong die zusätzliche Musikstunde zu Ende. Die Grundschüler haben die Geige kennengelernt, und Musikschullehrerin van Dierendonck stellt fest, dass das eine oder andere Kind dazu einen raschen Zugang gefunden habe. Vielleicht werden diese Kinder im nächsten Schuljahr, ihrem zweiten "JeKits"-Jahr, den Instrumentalunterricht besuchen. Mercks berichtet, dass bislang immer rund ein Drittel der Zweitklässler im dritten Schuljahr weitergemacht hätte. Und Ulrike Neuenhofer fügt an: "Dies wäre auch unser Ziel."
(Quelle: RP vom 30.01.2018)

Di

30

Jan

2018

Schüler der Kreismusikschule erfolgreich bei "Jugend musiziert"

Erfolgreich bei "Jugend musiziert": Julian Jaquet (von links), Ece Yildirim, Alina Steiger und Leander Jovan Birgel. FOTO: Gerda Mercks
Erfolgreich bei "Jugend musiziert": Julian Jaquet (von links), Ece Yildirim, Alina Steiger und Leander Jovan Birgel. FOTO: Gerda Mercks

 

Erkelenz. Raphael Francesco Gisbertz (9) verblüfft die Jury durch seine ausgefeilte Technik und ausgeprägte Musikalität. Er wird von Ernest Frissen unterrichtet.

Schüler der Kreismusikschule Heinsberg nahmen erfolgreich an der ersten Runde des Wettbewerbs "Jugend musiziert" teil. Diese fand in Aachen, Düren und Heinsberg statt. "Unsere Schüler dürfen allesamt im März zum Landeswettbewerb nach Wuppertal fahren", teilt Musikschulleiterin Gerda Mercks mit.

Der jüngste Teilnehmer der Musikschule mit Sitz in Erkelenz war in der Regionalrunde der neunjährige Raphael Francesco Gisbertz aus Niederkrüchten, der mit 25 Punkten der Spitzenreiter bei der Wertung war und einen ersten Preis erhielt. Er wird an der Kreismusikschule Heinsberg von Ernest Frissen unterrichtet. In der Kategorie Duo "Klavier und ein Streichinstrument" verblüffte er mit seinem Klavierpartner Colin Alexander Pütz aus Niederkassel die Jury durch ausgefeilte Technik und ausgeprägte Musikalität. Beide nahmen bereits am vorletzten Wochenende in Siegburg am Regionalwettbewerb teil.

In der Wertung Klarinette solo nahmen Leander Jovan Birgel (13 Jahre) und sein Bruder Aaron Lazar Birgel als Klavierbegleiter (16 Jahre) aus Wegberg am Wettbewerb in Düren teil. Beide sind sie schon erfahrene "Jugend musiziert"-Teilnehmer. Einmal mehr erspielte Leander Jovan Birgel sich hervorragende 24 Punkte und sein Bruder Aaron Lazar sogar die Höchstpunktzahl mit 25 Punkten. Sie überzeugten durch ihren schönen Klarinettenton und ihr technisch und musikalisch perfektes Zusammenspiel. Das Programm erarbeiteten die Geschwister mit Raymond de Pauw von der Kreismusikschule für die Klarinette und ihrem Vater Thomas Birgel für das Klavier.

Julian Jaquet aus Erkelenz (10 Jahre) erreichte in der Kategorie Querflöte solo einen ersten Preis mit 23 Punkten beim Wettbewerb in Aachen. Mit ihm freut sich seine Querflötenlehrerin Gudula Elsenbruch. Am Klavier wurde er begleitet von seinem Vater Harald Jaquet. Ebenfalls einen ersten Preis mit 23 Punkten können Alina Steiger und Ece Yildirim aus Hückelhoven, beide elf Jahre, in der Kategorie Klavier vierhändig für sich verbuchen. An der Kreismusikschule werden sie von Irina Fuchs unterrichtet.

Bei dem Preisträgerkonzert am Sonntag, 4. Februar, ab 11 Uhr in der Musikschule in Heinsberg sind die ersten Preisträger nochmals zu hören.

Weitere Preisträger aus dem Erkelenzer Land beim Regionalwettbewerb von "Jugend musiziert" waren nach Angaben der Wettbewerbsorganisatoren in Aachen Milan Viazovskiy aus Wassenberg (Gitarre, 24 Punkte, 1. Preis), Nic Muellenberg aus Wassenberg mit Frank Ollertz aus Heinsberg (Musical, 23 Punkte, 1. Preis und Weiterleitung zum Landeswettbewerb) sowie in der Kategorie Trompete/Flügelhorn Ulla Biermann aus Wassenberg mit Theo Krings aus Heinsberg (20 Punkte und 2. Preis) und Luan Zimmermann aus Wassenberg mit Theo Krings (24 Punkte, 1. Preis und Weiterleitung zum Landeswettbewerb).
(Quelle: RP vom 30.01.2018)

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02

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2018

Gelungene Premiere zum Jahresschluss

Der Erkelenzer Kinderchor unter Leitung von Nadeshda Reder trug unter anderem das bekannte Zuckowski-Lied "In der Weihnachtsbäckerei" vor, wobei Isabell Königs (vorne) als Solistin überzeugte, am Akkordeon begleitete Willi Zacher. FOTO: Klapproth
Der Erkelenzer Kinderchor unter Leitung von Nadeshda Reder trug unter anderem das bekannte Zuckowski-Lied "In der Weihnachtsbäckerei" vor, wobei Isabell Königs (vorne) als Solistin überzeugte, am Akkordeon begleitete Willi Zacher. FOTO: Klapproth

 

Erkelenz. Das Open-Air-Konzert "Musik zum Jahresausklang" fand zum allerersten Mal unter den Arkaden des Alten Rathauses am Markt statt. Der Stadtmusikbund hatte drei Chöre und zwei Musiker für dieses besondere Konzert gewinnen können.

 

Von Katrin Schelter

 

Das neue Jahr hat bereits begonnen, zuvor jedoch haben der Stadtmusikbund Erkelenz und Musiker aus der Umgebung das alte gebührend ausklingen lassen. Das Open Air-Konzert "Musik zum Jahresausklang" fand zum allerersten Mal unter den Arkaden des Alten Rathauses am Markt statt, und wusste trotz niedriger Temperaturen sowohl den Künstlern als auch dem Publikum zu gefallen.

Bereits zu Beginn kristallisierte sich der Zuschauerliebling heraus: Den kleinen Stimmtalenten vom Johanniter-Kinderchor konnte das Publikum nicht widerstehen. Der jüngste Chor aus Erkelenz, dessen Mitglieder zwischen drei und fünf Jahre alt sind, gab unter der Leitung von Nadeshda Reder einige Kinderlieder und Klassiker sowie sein "Johanniter-Lied" zum Besten. Bei "In der Weihnachtsbäckerei" überzeugte die junge Solistin Isabell Königs - "Sie hat eine wirklich wunderbare Stimme", lobte Reder zu Recht.

Der russische Frauenchor Rjabinuschka, ebenfalls unter der Leitung von Nadeshda Reder, begeisterte mit russischen Winterliedern, die eine herzliche und festliche Stimmung verbreiteten. Wie immer wurden die Sängerinnen von Willi Zacher und dem Akkordeon begleitet. Ein besonderer Augenblick war wieder einmal die gesangliche Vorstellung des Liedes "Mein Erkelenz", das der Chor als Hoch auf seine neue Heimat verfasst hatte und das heute bei fast keinem Auftritt der Rjabinuschka-Frauen fehlt. "Es war wirklich schön", fasste Reder das Konzertambiente zusammen.

Die Gospel Voices aus Holzweiler unter dem Dirigat von Klaus Hurtz trotzten dem frostigen Wetter mit peppigen Gospels und Spirituals wie "Get together" oder "Down to the river to pray". Zu den letzten Stücken des Chores gehörten der eher weihnachtliche und besinnliche Gospel "Mary did You know", sowie das bekannte "Amen" als krönender Abschluss.

Zu guter Letzt gewann Johnny Sanders alias Ralf Esser aus Titz das Publikum vor dem Alten Rathaus mit seiner festlichen und abwechslungsreichen Musikshow für sich, bevor Thomas Drost mit einigen irischen Liedern einen gelungenen Schlusspunkt unter den Abend setzte. "Die Iren haben einfach eine ganz eigene Art, Musik zu machen - mein heutiges Repertoire würde ich als besinnlich und einfühlsam beschreiben", erklärte er. Mit Gitarre, Querflöte und Gesang zauberte er Klänge der Grünen Insel in die Luft.

Die Idee zu dem Konzert zum Jahresabschluss stammte von Karin Heinze, Vorsitzende des Stadtmusikbundes Erkelenz. "Diesen Gedanken haben wir dann vor einem halben Jahr aufgegriffen und mit den Vorbereitungen angefangen", sagte Vorstandsmitglied Wilfried Rötzel. "Wir sind froh, dass wir so viele Mitglieder unseres Stadtmusikbundes aktivieren und für die Veranstaltung begeistern konnten", erklärte er.
(Quelle: Rheinische Post 02.01.2018)

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