Musik / CD's

Dennoch...

Heimat

 

Baut mit Worten mir die Heimat

Wo ich unvertreibbar bin...

Dann lebt in dir, ein Teil von mir.

 

Aus: "Dennoch Heimat - Ballade der lmmerather Eiche",

gewidmet F.J. Semrau

 

lm Sommer 2012 sprach mich Pfarrer Franz-Josef Semrau an:

er hatte unser Album "Dennoch...Liebe!" gehört und insbesondere

der Titel "Billa, lass uns tanzen" hatte ihn inspiriert, mit unserer Musik direkt zu den Menschen im Tagebaugebiet zu gehen.

Er, Maria Bubenitschek, Beate Theißen und ich begannen alsbald mit

Projektplanungen. Bei den Menschen zu sein, die durch die Umsiedlung

im Tagebau ihre Heimat verlieren, zugleich einen künstlerischen Raum

anzubieten, in dem Unsagbares Raum bekäme:

das kristallisierte sich schnell als unser gemeinsames Projektziel heraus.

Gerade jetzt, da die politischen Kämpfe verloren schienen,

wollten wir über jede ideologische, politische, konfessionelle und

künstlerische Prägung hinaus signalisieren: "lhr seid nicht allein!

Wir sind da!" Die mit dieser Thematik verbundenen vielschichtigen Gefühle spiegeln und zugleich Halt geben, benennen, ohne in den Abgrund reißen (insbesondere bei den Live-Präsentationen bei bevorstehendem Abschied, hier vom Dorf vor dem Abriss) begriffen wir als besondere künstlerische Herausforderung.

Ein synästhetischer Zusammenklang der Künste, präsentiert als Trilogie

durch das Jahr vor der Kirchenaussegnung in lmmerath, erschien uns ebenso angemessen wie in Anlehnung an den Albumtitel "Dennoch...Liebe!"

der Projekttitel "Dennoch ...Heimat!".

Wir fragten verschiedene betroffene und nicht betroffene Künstler der Region an und trafen überall auf offene Türen. Jäh unterbrochen wurde unser beseeltes Tun durch Franz-Josef Semraus plötzlichen Tod.

Nach einer Zeit der Fassungslosigkeit entschlossen wir uns, das Projekt in verkleinerter Form dennoch durchzuführen.

Insbesondere Elke Schnyder für die Pfarre St. Maria und Elisabeth war maßgeblich, um das Projekt organisatorisch doch möglich zu machen.

Die beiden Konzerte im "lmmerather Dom" (das erste als Mundartabend mit Theo Schläger und seinen Chören, das zweite mit Künstlern der vorliegenden CD) in jeweils prall gefüllten Kirchen mit tief bewegenden Resonanzen, werden uns unvergessen bleiben.

Wir freuen uns sehr, dass mit dieser CD ein ebenso künstlerisches wie

historisch-regionales Zeitdokument vom Tagebaurrand entstehen konnte.

In jeweils eigener Weise und Stil nähern sie sich der Thematik:

die unmittelbar betroffene Songwriterin, vor Jahren aus dem fernen Amerika übersiedelt, die Chansonschreiberin ebenso wie der Heimatdichter von Kindeszeiten am Tagebaurand beheimatet, derAkkordeonist und die Pianistin aus dem näheren, jedoch nicht betroffenen Umland... ln den Holzweiler Gospel-Voices fanden wir einen "Chor der Betroffen", der nun, neuestem Stand zufolge, doch von der Umsiedlung verschont zu bleiben scheint - so die frohe Nachricht während der Projektarbeit.

Der gemeinsamen Arbeit wohnte von Anfang an ein besonderer Geist inne: dieser Geist trug, verband und führte weiter - ich freue mich, wenn dieser Geist durch die vorliegende CD, nicht zuletzt durch Micky Schlägers feinfühlige Studioarbeit, weiter leben darf - wenn wir mehr Menschen für die Thematik sensibilisieren.

lch danke allen Beteiligten, insbesondere dem Erkelenzer Heimatverein als Herausgeber (stellvertretend nenne ich Günter Merkens) für lhr engagiertes und leidenschaftliches Engagement.

Waltraut Barnowski-Geiser im Juli 2414

 

Die CD kostet 10,00 Euro und kann über den Heimatverein der Erkelenzer Lande e.V. bezogen werden.

Mail: geschaeftsstelle@heimatverein-erkelenz.de

 

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